1. Gestalt der Oberfläche, o. Teutsche Gebirge. 45
erlangt durch die sich dort in dem Jurakalkstein findenden vielenUeberreste merkwürdiger organischer Wesen der Vorwclt, und durchdie Platten, welche dieser Stein der Lithographik liefert. Dersüdliche Fuß dieses Zuges folgt von Donauwörth bis Negens-burg immer dem Laufe der Donau. Sein Hauptkörper erlangtweiter östl. zwischen Eichstädt und Hcideck eine immer größer wer-dende freite, streicht vom letztem Orte nach Greding und Neu-mackt, wo ihn die Sulz durchbricht, und wendet sich dann geradenach Norden zwischen Sulzbach und Hersbruck durch, wird vonder Pegnitz, die in ihm entspringt, tief eingeschnittcn, und stößtbei Ebermannstadt mit dem vorher erwähnten nördlichen Zuge zu-sammen. Beide hier in eine Gebirgsmasse verschmolzenen Berg.züge, das schon genannte Bambcrgcr Gebirge, setzen gerade nachNorden fort über den Staffclberg bei Staffelstcin, nach Lichten-fels, und jenseit des sie dort abschneidenden Mayn bis Lsburg/wo der Fcstungobcrg, 1430, als ihr nördliches Ende zu betrachtenist. Ein tieseS und breites Thal scheidet diesen Bergzug vomThü'ringcrwald-Gebirge, mit dem es nur durch einen unbedeuten-den Landrücken zwischen der Jtz und der Haßlach einigermaßenzusammenhängt. Gegen Osten breiten sich seine Höhen bis gegendie westlichen Zuflüsse der Nab aus.
Das so ähnliche Verhalten dieses Haupt-Gebirgszuges vondem südlichsten Theile Schwabens an bis nach Coburg ist die Ver-anlassung geworden, demselben den Namen des Teutschen Jurazu geben, der nicht bloß von Geologen, sondern auch von denGeographen jetzt allgemein angenommen ist.
In dem letzter», vom Herdtfelde gegen O. liegenden Theile,erreichen die sämmtlichen Züge keine beträchtlichen Höhen, wohlnirgends 2000 Fuß. Einer der höheren Puncte ist die wülzburgbei Weißenburg 1906; dann aus dem die Donau begleitendenZuge der Rietbcrg 1607, unweit Denkendorf zwischen der Alt-mühl und der Donau. In dem östlichsten, nach N. gerichtetenZuge die Höhe bei Sülzburg 1707, und noch weiter östl. derDreifaltigkcitobcrg bei Burglcngenfeld 1415, brauen schlag beiDberhof 1603, und Nariahilf bei Amberg 1565. Die ganzeGegend Frankens im O. von Herdtfeld bildet demnach ein von