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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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II. Natürliche Beschaffenheit.

letztere Landrücken aber bis dahin die wahre Wasserscheide zwischenden Gebieten der Donau und des Rhein bildet. In dieser Ge-gend liegt die Foffa Larslina, der Uebecrcst des von Aarl demGroßen beabsichtigten Canals zur Verbindung der Donau mitdem Mayn.

Nun befinden sich sowohl in Norden als in Süden dieserdrei auf den Haupt-Jurazug fast in rechten Winkeln ausgesetztenLandrücken zwei andere und größere, weit fortstreichende Landrückenoder Bcrgzüge, welche beide genau in der verlängerten Richtungder Iurakctte streichen, folglich einander parallel sind, auch dengcognostischen Charakter des Jucagebirges haben; aber, von vielenFlüssen durchbrochen, keine Haupt-Wasserscheiden bilden.

Der eine, nördliche, dieser Landrücken ragt aus der Gegendder Tauberquellcn in das Mayngebiet zwischen der Negnitz undder Aisch» und begleitet die letztere auf ihrem rechten Ufer biszur Vereinigung mit der erster», wird dort von dieser durchbrochen,seht mit dem Namen des Bambergcr Gebirges jenseit derselbenfort, sich westl. bis Würgau und Scheslitz und östl. bis Hollfeldausbreitend, und wendet sich dann mit seiner längsten Ecstreckungnach Norden, und andererseits nach Osten gegen die südlichenAusläufer des Fichtelgebirges. Zu diesem östlichen Theile werdenwir nachher zurückkommen.

Der zweite, südliche Landrücken, obgleich nur in einigenPuncten Wasserscheide zwischen den Gebieten der großen Ströme,scheint die eigentliche Fortsetzung des Albuch, der Alp und desJura zu seyn, denn er folgt ihr in unmittelbarer und geraderVerlängerung ihrer Richtung vom Serdtfcld an. Von dort gehter über den Drauncnbcrg 2236 bei Bopsingcn (ihm gegenüberliegt der isolirte Nipsicrg 2100), südl. von Nördlingen und derEbene, das Ricß genannt, vorbei gegen Harburg, wo ihn dieWörnitz durchbricht. Jenseit dieses Durchbruchs geht er überWemding, und wird breit gegen N. biö zum >,1ahnenka»»n beiDaicrisch-Hcidenhcim, weiter über Treuchtlingen, wo ihn die Alt-«ühl durchbricht. In seiner weiten Ausbreitung zwischen Weißen-burg, Pappenheim und Solcnhofen hat er einen besonöern Ruf