2. Wasserverthcilung. s. Zuflüsse z. Mittelländ. Meere. 69
lUcerc, auch die Nordsee genannt; die übrigen Ströme und Flüssefallen in große Busen desselben, in das Baltische und das Mittel-ländische Meer, und zwar in Ansehung des letztem auch nur— den Rhone ausgenommen, der ihm unmittelbar zufließt — inzwei gesonderte Busen desselben, das Schwarze und das Adria-tischc Meer.
Wir beginnen die Hydrographie Teutschlandes mit dem Mit-telländischen Meere, und behalten so die Ordnung bei, in welcherim vorhergehenden Abschnitte die Ocographie abgehandelt wor-den ist.
a.
Gebiet des Mittelländischen Meeres.
Der einzige Strom, der mit seinen in dem von unS zu demTeutschen Boden gerechneten Gebiete entspringenden Nebenflüssendiesem Meere zufallt, ist der Rhone.
Er entspringt am großen Gebirgsknoten des Eotthard in demausgedehnten Nhüne-Gletscher, der sich vom Galcnstock zwischender Furca und der Grimsel gegen Süden erstreckt, die höchsteQuelle liegt 5130, nach Andern 5418 Fuß über der Fläche desMittelländischen Meeres, und hat, was sehr merkwürdig ist, eineWärme von -s- 14° R. Der Ansang des wilden Stromes bil-det eine Reihe von Wasserfällen; dann wendet er sich gegenSW. das große Hauptthal WalliS oder Walliserland bildend,Mit vielen besonders gegen Süden hin bedeutenden Nchenthä-lcrn, aus welchen er große Zuflüsse von den hohen Gletscher-Reihen erhält, die dieses Thal wie zwei hohe Mauern einschließen.Außer den ersten zahlreichen kleinen Bächen, die ihm von seinemUrsprünge an zufallen, empfängt er bei Obcrwald l. den Llmibach,dann zwischen Lax, wo er sich durch einen engen Felsenpaß drängt,und Grengiols l- den Binnabach, bei Naters r. aus dem Kletsch-thale den Massabach, bei Bricg l. den Dandcr- oder Saltinabach,bei Visp l. den sehr ansehnlichen Viopach, der qus zwei Bächenentsteht, dem östlichen aus dem Saasthal von Eima de Jazyund Lairs, und den westlichen größeren vom Mont Eervin undMonte Rosa durch das Nicolaithal herabkommend, und sich bei