2. Wasserverthcilung. a. Zuflüsse z. Mittelländ. Meere. 71
Trient mit der Lau noirc, vom Eol de Balme und Buet überValorsine hcrabkommend, weiterhin ebenfalls l. die Sabcnchc mitdem berühmten Wasserfalle piffevache, dann noch ein Paar kleineBäche von derfelbcn Seite. Bei dem wegen seiner Steinsalzlagerbekannten Orte Bex r. den Avancon, weiterhin die Drionnc vonden Diablerets, und r. die viizc, aus dem Val de Miller; unter-halb Aelen (Aigle), wo der Rhüne einige Inseln bildet, die sichvor der Mündung in drei Arme theilende Grande Lau vom Ol-denhorn und Pillen, welche außer noch ein Paar kleinen Bächenvon der linken Seite, der letzte Zufluß ist, den der Nhüne vorseinem Eintritte in den Genfer See empfangt. Dieser erfolgtam Südost - Ende deS SeeS unter dem Dorfe Noville, eine halbeMeile westlich von Villeneuve.
Der Gcnftr See ist der größte unter den Alpen-Seen derSKweiz; wie diese sämmtlich eine tiefe und breite Felskluft zwi-schen den großen Alpenketten und ihren Aesten, hier zwischen denHauptkettcn des Wallis und von Savoyen auf einer, und derJurakette auf der andern Seile. Daß die Bildung dieses Seesmit der des denselben umgebenden Gebirges in der engsten Ver-bindung steht, ergiebt sich aus der Gestalt sowohl seiner Ober-fläche, als seines Beckens im Innern. Der See hat eine ge-krümmte Halbmond-Gestalt. Von seinem westlichen Ende anzieht er sich, parallel mit dem Jura, bis gegen seine Mitte nachNO., und beugt sich dann sanft gegen Südost in die Richtungdes untern Theiles des Walliser Thals. Seine Länge von O.nach W. — die Sehne von Gens nach Villeneuve gemessen —beträgt 33670 französische Toiscn, d. i. ungefähr 14^ französ.Licues (25 — 1°); seine größte Breite von Thonen nach Rolle7500 Toisen. Von der Einmündung des Rhäne an, westwärtsbis zur Mündung der Dranse (mit der oben angeführten nichtzu verwechseln) stürzt sich die südliche Bergkette mit gewaltigenFelsmassen fast senkrecht in den See, der auch längs dieser Streckedie größte Tiefe hat: bei Meillerie 950, bei St. Evian, 1 Stundevom Ufer ab, 620 Fuß; an anderen Stellen, besonders westlich,beträgt die Tiefe nur 300 Fuß. Weniger hoch und nicht so"ahe dem Ufer treten die Berge am westlicheren Theile des süd-