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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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n. Natürliche Beschaffenheit,

llchen UferS vor, welches bei Vvoire einen starken Vorsprung bil-det. Der dadurch um die Halste verengte westlichste Theil desSees bis Genf wird der kleine See genannt. Auf dem nörd-lichen Ufer des Sees steigt das Land mir sanfterer Erhöhung inAbsätzen empor, von größter Fruchtbarkeit. Die Erhöhung der Ober-stäche des Sees über der Flache des Mittelländischen Meeres wirdzu 1126 Fuß angenommen, er ist daher der fast am tiefsten Lie-gende unter den Schweizer Seen. Von Genf an auswärts be-steht sein Boden aus einer hohen Lage von Sand, die eine be-deutend hohe, aber doch nie vom Wasser entblößte Bank bildet.Man hat Ursache zu glauben, daß die Oberfläche des Sees vor-mals einen größeren Raum einnahm als jetzt.

In den Genfer See ergießen sich folgende Bäche und kleineFlüsse. Von der Südseite, fast in der Mitte des Ufers, dieDranse, die in Chablais am Eol ds Couz entspringt, und nocheinige Bäche aufnimmt, weiter westlich noch einige kleine Bäche.Von der Nordseite empfangt der See viele Zuflüsse. La Rapebei Montru, la Vcvepse bei Vevcy oder Vivis, den Bach mitdem schönen Fall bei St. Saphorin, die Lutrico bei Lutri, dieVacherc bei Ouchy, die Maladicrc bei Vidy, die Uenogo bei St.Sulpice, der ansehnlichste, zwischen welchem und dem Neuenbur-ger See eine Canalverbindung besteht, die vciron bei Morste, dieAubonnc bei Alleman und noch einige kleine Bäche.

Am südwestlichen spitzigen Ende des SecS geht von demsel-ben ein großer Strom aus, welchen man als die Fortsetzung desRhone betrachtet, und der auch diesen Namen von dort an be-hält, dicht unter dem Ausflüsse aus dem See, die Arve, einengroßen auS den Savoyischen Gletschern kommenden Fluß auf-nimmt, zwei Meilen westlich von Genf auf französischen Bodentritt, und auf diesem seinen Lauf zum Mittelländischen Meerevollendet»

b.

Geriet des Abriatischeq Meeres.

Ein sehr kleiner Theil von Tcutschland, die österreichischePkpvinz Jstrien, gränzt an das Adriatische Meer; aber ein gro?