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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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105
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2. Wasserverthcilung. 0. Zuflüsse z. Baltischen Meere. 105

empfängt sie r. die Rudka, die aus dem przikspa- und Sobraucr-Wasser entsteht; dann ebenfalls r. die Dirawa, wie jene von derGränze des FürstenthumS Pleß kommend. Noch weiter unten beiKosel r. die Rlodnitz; diese entspringt unweit Myslowitz, wo dieGränzen von Schlesien, Krakau und Polen zusammenstoßen, wirdr. durch das Dcuthencr Wasser und durch die Drama verstärkt, undgeht, in den bei dem Dorfe Klodnitz für die dortigen Steinkohlen-Gruben angelegten Eanal geleitet, zur Oder. Nach Aufnahmemehrerer kleiner Bäche, besonders r. von dem Ehelmberge bei Lesch-nitz, erhält sie. bei Krappih wieder einen größer» Zufluß l. durchben Sohenplotz, der seine Zuflüsse von Neustadt und Klein-Streh-litz her empfängt. Von Groß-Strehlitz fällt ihr r. der Droscho-witzcr Dach zu, und Eine Meile unter Oppeln die Malaxane.Diese entspringt östl. von der Gränze in Polen, wirb l. durch dieStsia von Georgenberg her verstärkt, und dann r. durch die BächeMalz, Dzinitka, Miscblina und Liparva, und nahe an ihrer Mün-dung durch das Simnielrvitzer Wasser, das den See bei Lcntschinbildet. Zwei Meilen tiefer nimmt sie r. die Brinitzc, und nochEine Meile tiefer l. den ersten beträchtlichen Nebenfluß auf, dieNeiße.

Die Neiße entspringt in dem hohen Gebirge von Glatz, zwi-schen dem Schneeberge und dem Klapperstein aus mehreren Quel-len, und fließt im Gebirge nordwärts über Habelswerth nach Glatz.Dort wendet sie sich nach O., durchbricht bei Wartha den Gc-birgsarm, dessen Fortsetzung das Eulengcbirge ist, und behält dieseRichtung bis Eine Meile unter Neiße. Auf diesem Theile ihresLaufes fallen ihr zu l- der Zadclbach, r. mehrere Bache aus demOesterreichischen Jägerndocf, darunter der Schlippcnbach, die Luscheund die Diele. Unter Neiße wendet sie sich wieder gerade nachN-, und erhält auf diesem Laufe viele kleine Zuflüsse von W.Zwei Meilen über ihrer Mündung richtet sie sich nach NO., em-pfängt r. die Stemischc, und geht eine halbe Meile unter Schür-gast in die Oder.

Zwischen ihrer Mündung und Brieg fallt der Oder r. der^tobcr zu. Dieser entsteht aus mehreren Bächen aus den Ge-genden von Landsberg, Kreuzburg und Rvscnbcrg: dem Stsbcr,