110
II. Natürliche Beschaffenheit.
liges Bett, die Alte Oder genannt, am Fuße dieser Höhen liegt.Zwischen beiden Flußbetten befindet sich der große Vdcrbruch. Aufdem letzten Drittel der ehemaligen Bifluenz deS Stromes tritteine noch bestehende ein, indem ein Arm der Oder l. nach Freien-walde und Oderberg abgeht, und vom letzter» Orte wieder derneuen Oder zufließt; aus diesem Arme ist von Odcrbcrg der A-now-Lanal in die Havel geleitet, in die er bei Liebenwalde mün-det. Bon Zehden richtet sich der Lauf des Stromes nach Nordenüber Schwebt und Fiddichow, wo in dem niedrigen Lande meh-rere Bifluenzen desselben beginnen. Unter Schwebt nimmt er nochl. die Welse und r. die Rärickc auf. Eine Hauprbifluenz erfolgtbei Garz, von wo aus der große Arm nach Stettin, der kleinere,die große Reiglitz genannt, nach Greifenhagen und von da in denDa,»mschen See geht. In diesen Arm fällt r. die Thue und inden Dammschcn See r. die Pläne, die aus einem kleinen See beiBerlinchen in der Neumack entspringt, und durch den Pläne- undUladüc-Sce in Pommern fließt. Die Oder selbst vereinigt sichmit dem nördlichen Ende des Dammschen Sees, und ergießt sich,nachdem sie r. die Ihna aufgenommen hat, in das Papcnwaffcr,wo sie ihren Namen verliert. Die Zhna entspringt aus demLnhig-Sec bei Nörenberg im Stargardischcn Kreise Pommerns,fließt südwärts bis Reetz in der Neumack, dann auf der Gränzedieser Provinz westwärts und wieder nordwestwärts nach Star-gard, wo ihr l. die faule Ihn«, und r. die halbe Ihn« von Ja-cobshagen mit der Rrampehl zukommt. Auch besteht eine Ber-bindung zwischen ihr und dem Madü'e-See.
Das Papenrvasscr ist der Anfang oder der südlichste Busendes Großen läaff. Es nimmt r. die Stcpnitz oder Gubcn aus, dievon Massow kömmt, und durch die pilleschc r. verstärkt wird.Das Haff wird eingetheilt in r. das Große -lass, den NeuwarpcrSee einen Busen in der Mitte, und l. das Rleine »Fass. Ausdem Großen Haff geht ein Ausfluß, der die vorliegende InselWollin vom festen Lande trennt, von Wollin nach Eammin zumMeere; er heißt die Divenow, und bildet bei seiner Mündungnoch eine Erweiterung, in welcher die Insel Gristow liegt. Ober-halb Cammin fällt ihm die polzcr zu,, von Naugarten her; un-