114
H. Natürlich« Beschaffenheit.
eine- Sceo bei Lü'tgcnburg und der Ausfluß des Scclentcr Sccoin das Meer. Darauf folgt der Rielcr Hafen, eine tiefe Bucht,in welche sich die Schwentine, der Ausfluß des Lanke-Sceo, er-gießt. In diesen Busen mündet auch der Holsteinische Lanal,der durch die Lider das Baltische Meer mit dem Teutschen ver-bindet.
e.
Gebiet des Teutschen Meeres.
Dieses Meer, auch die Nordsee, und von den Dänen dieWestsee genannt, ist der östlichste Theil des Atlantischen Ocean«,mit welchem es in Norden zwischen Norwegen und Schottlandin großer offener Verbindung steht. Die Verbindung in Südenbesteht durch die Meerenge zwischen Frankreich und England, denvorzugsweise sogenannten Canal.
Der Theil der Küsten desselben, welche eigentlich dem Teut-schen Boden angehören, zu deren wir auch die der vereinigtenNiederlande rechnen müssen, ist mit tiefen Busen eingeschnitten,und zum Theil in kleine Inseln zerrissen, die einer Kette gleichvor dem Festlande liegen. Sie, so wie die Küsten des Festlandesselbst, bestehen theils aus den jüngsten Gebirgsbildungen, theilsaus Sanddünen, und beide sind fortdauernden Veränderungen ih-rer Gestalt unterworfen, indem das Meer theils sie benagt undtheilweise zerstört, theils mit Hülfe des von den Flüssen zugeführ-len Schlammes hie und da ein Anwachsen des Landes bewirkt,welches von den Bewohnern durch Eindeichung und Cultur unter-stützt wird.
Die Mündung der Llbc ist von mehreren kleinen Inseln,unter denen Ueuwerk die ansehnlichste ist, und von vielen Sand-bänken umgeben. Gegen zehn Meilen nordöstl. von der Küste,bei Cuxhafen, liegt ganz einzeln die Insel Helgoland, ein vomMeere stark benagter, und mehr und mehr verkleinerter Thonstein-fels. An der Mündung der Weser ist ein tiefer Busen gebildet,und an der Mündung der Jahde ein noch tieferer und beträchtlichweiterer. Die Ueberlieferung hat unS die Geschichte, wo nichtdeS ersten Entstehens, doch der beträchtlichen Erweiterung des