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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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2. Wasservertheilung. e. Zuflüsse z. Teutschen Meere. 117

rcr Zeit bestandenen sind von, Meere zerstört worden. Zwischenmehreren unter sich und dem festen Lande ist das Meer so seicht,daß es bei der Ebbe den Grund trocken läßt.

Bon der Nordspitze der Provinz Holland bis zur Mündungder Maas bei Brielle läuft die Küste von N. nach Süd glattohne Einschnitte oder Flußmündungen, ausgenommen der alten,jetzt versandeten und nur durch Schleusen noch offen erhaltenenMündung des Rhein. Sie ist mit einer hie und da doppelten,auch dreifachen Reihe von Sanddüncn besetzt.

Von der Mündung der Maas bis zu der der Scheide be-wirken die großen Arme und Mündungen dieser beiden Flüsse unddes Rhein eine Zertheilung des Landes in die zu den ProvinzenHolland und Seeland gehörenden Inseln Roxcnburg, Bcpcrlandmit Zubehör, Vvcr-Flakcc mit Gocrce, Schouwen, Tholen, lroord-Dcveland, wolfcrodpk, Zupd-iLcvcland, weicheren, Tadzand unddie Inseln, auf denen Axel und Sulst liegen. Dann folgt wiedereine ebene, mit Dünen besetzte Küste bis zur französischen Gränzebei Dravclinco.

Rüstenflüsse deo Teutschen Meeres von der Mündung der Lider biszu der der Elbe.

Die Lider, seit Karl dem Großen Gränze zwischen Teutsch-land und Dänemark, entspringt in Holstein aus einem kleinenSee südlich von Liderstä'tt, und fließt von da nordwärts durcheinen andern, südl. von Aicl gelegenen, aus welchem sie sich westl.in den größcrn Westens«'wendet, von diesem nördl. zum Ficm-huder See; aus diesem wieder westl. nach Rendsburg, und von dain vielen Krümmungen zum Meere bei Tönningen. Sie erhältvon Süden viele kleine Zuflüsse, bei Rendsburg die aus den Seenvon Vollstätt und wardcr, weiter westl. einen von Heidenborstel,dann die Lücnau, die Salenau, die Mcselau und noch einige klei-nere. Von Norden kömmt ihr die Treen zu, die von Flensburgaus den größten Theil von Schleswig durchstießt. Merkwürdigist ihre durch Kunst bewirkte Verbindung mit dem BaltischenMeere mittelst eines, aus dem See von Rendsburg durch den Fleni.hudcr 8ce in die Lcvcnsaae und mit dieser in den Kieler Hafen