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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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II. Natürliche Beschaffenheit.

zwischen Kiel und Fricderichsort geführten Canals. Er heißt derSchleSwig-Holsteinische Eanal, wurde im I. 1774 angefangenund 1785 vollendet, ist vier und eine Achtelmeilen lang, auf demGrunde vierundfunfzig und auf der Wasserfläche Einhundert Fußbreit, zehn Fuß tief, hat sechs Schlcußcn und trägt Schiffe vonsiebenzig Last.

Don der Eidermündung südlich münden mehrere kleine-stenwasser in den Busen, den die Mündung der Elbe in ihremäußersten Theile bildet, unter denen nur die Süderaue bei Mühl-lorf nennenswerth ist.

Die Llbe.

In dem höchsten Theile des RiesengebirgcS, am westlichenAbhänge der Schneckoppe, und längs dem hohen von da bis zumNeifträger bestehenden Gebirgsrücken, sammeln sich die Abflüsse vie-ler, mehr als dreißig, Quellen um diesen großen Strom zu bilden.Die nördlichere ist das rvcistwasscr, die südliche und höchste derLlbcbrunnen. Man fand die Höhe dieser letzter» aus der Navoreroder Elbwiese 4151 Fuß über der Mecresfläche. Die Elbe gehtvon da südwärts nach dem Städtchen Hohenelbe im BidschowerKreise, und dann südwestl. über Arnau nach Königshof im-niggrätzer Kreise, bis wohin sie schon mehrere kleine Zuflüsse em-pfängt. Bei Jaromirz fällt ihr l. die Aupa zu, gleichfalls an derSchneekoppe entspringend, sie nimmt ihren Lauf von N. nach S.über Trautenau und Groß-Skalitz. Ganz nahe bei der Mün-dung derselben, bei Josephsstadt, erhält die Elbe ebenfalls l. denZufluß der Metau von Neustadt und Nachod her, die ihre Quellebei Machan hat an der Schlesischen Gränze. Südwärts bis-niggrätz fließend, nimmt sie dort l. die Adler auf, die aus zweiZuflüssen entsteht, der wilden Adler auf der Schlesischen Gränzebei Freiwalde, und der stillen Adler bei Grulich, unter dem Klap-perstein entspringend. Beide fließen westwärts, die erste überSenftenberg, die zweite über Geyersberg und Brandeis; dieserfällt die Trzebowka aus dem Ehrudimcr Kreise zu. Beide ver-einigen sich bei Timischt. Bis Pardubiz im Ehrudimer Kreisesetzt die Elbe ihren Lauf gerade nach Süden fort. Dort fällt ihr