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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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2. Wasservertheilung. e. Zuflüsse z. Teutschen Meere. 151

Pfängt der Hinter-Nhein aus dem Farerathale r. die vereinigtenBäche Lei und Madrio vom Stell«, wendet sich nordwärts, undempfängt bei ThusiS r. die Albula, aus einem See am gleichna-migen Berge entspringend, mit den Seitenbächen Landwasscr, ausmehreren Zuflüssen zwischen dem Albul« und Fluela gebildet, unddem Gberhalbstein-Rhein, der zwischen dem Septimer- und Julier-Berge entspringt. So beträchtlich verstärkt und nordwärts flie-ßend vereinigt er sich bei Reichen«« in Graubünden mit demvorder-Rhein.

Der vorder-Rhein entspringt am östlichen Ende des Gott-hardS-Gebirges zwischen den Bergen Corners, Baduz und Cri-spalt aus dem To»ia-Sec unter dem Sixmadum. Dort heißt erRhein dc Tom«; zu ihm kommt der Rhein d'Urscre bei Lhioinut(Schammut), und von da an führt er den Namen vordcr-Rhcin. Mit ihm vereinigen sich die Bäche des Tavctschcr Tha-les, r. der Rhein dc Nagels, Rhein de Lorncra, Rhein dc Nila,l. der Rhein d'llalpo, der Rhein de la val Mcrin und der Rheindc Stracm, dann empfängt er bei Diffentio r. den vom Lukma-nicr herabkommenden Nittel-Rhcin durch das Medelser Thal. Erfließt nordöstl-, nimmt r. einen Bach vom Berge La Greina undbei Ilanz auch r. die Meiner mit dem Bache aus dem Zufreila-Thale, der auch der valscr Rhein genannt wird, und weiter hin,ebenfalls r. den Savicnbach auf, seinen letzten Zufluß vor derVereinigung mit dem Hinter-Rhein.

Der ganze Rhein geht in unveränderter Richtung bis Ehur,wo ihm r. im tiefen Thäte der pleffurbach zufällt, und nimmtvon da den Lauf gegen Norden, welche Richtung ihm, wenigeKrümmungen abgerechnet, bis zum Vodensee bleibt. Der erstebeträchtliche Zufluß, den er auf diesem Wege erhält, kömmt ihmzwischen Pfeffers, dem berühmten Bade, und Malans r. durch dieLandguart, die weit östlich vom Jamthaler Gletscher, Selvrcttaund Fluela nordwestlich fließend, hinabgeht. Etwas weiter untenbei Meyenfeld ergießt sich l. in denselben die Lamina aus der tie-fen Schlucht von Pfeffers. Oestlich von Sargans tritt der Rheinauf die Gränze erst des Fücstenthums Liechtenstein, dann der Herr-schaften vor dem Arlberge mit deck Canton St. Gallen, und