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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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153
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2. Wassecvertheilung. e. Zuflüsse z. Teutschen Meere. 153

Stockach endigt, wird der Ucbcrlingcr See genannt. Die Hoheseines Wasserspiegels über der Meercsfläche wird zu 1223 Fußangenommen.

Die Zuflüsse, die der See außer dem des Rhein erhält, be-stehen auf der Südseite nur aus der Steinach und einem Paaranderer kleinen Bäche, die von Appenzcll außer Rhoden kommen.Auf den anderen Seiten hingegen sind sie beträchtlicher. Znseine östlichste Ecke fällt die Bregcnzcr Ach, die nordwestlich vomArlbecg zwischen Künzle-Spitz und Winterstauden-Berg entspringt,und r. die Weiße Ach vom Hohen Jfcr aufnimmt. OberhalbLindau nimmt der See die Loiblach auf. Lindau selbst ist eineInsel im See, künstlich durch Dammbrücke mit dem nördlichenUfer verbunden. Eine und eine halbe Meile westl. von Lindaubei Langenargen fällt die Argen in den See. Diese entsteht ausder obern Argen, welche in Baiern westl. vom Alpensee bei Jm-mcnstadt entspringt und nach Wangen fließt, und aus der untern,die ebenfalls in Baiern etwas nördlich von jener entspringt, beiJsny vorbeigeht, und sich Eine Meile unter Wangen mit derobern vereinigt. Ganz nahe bei dieser Mündung fällt in den Seedie Scbußen, von der ehemaligen Reichsabtci Schußencied in Wür-temberg kommend, mit den Nebenbächen Aach von Waldsee, undAach von Wolfegg und Navensberg. Eine dritte Aach fällt beiFriederichshafen unmittelbar in den See und eine vierte zwischenMörsburg und Uebeclingen. Der Mündung derselben gegenüberim See von Ueberlingen liegt die Insel Ukeinau. Endlich in dernordwestlichen Spitze empfängt der See noch die Stockach, die beiStockach ebenfalls noch eine andere Aach in sich aufnimmt.

Bei Eonstanz verläßt der Rhein den Bodensee, verhält sichaber nur ungefähr Eine Biertelmcile weit als Fluß, da er sichdann nochmals zu einem See ausbreitet, den untern See, in wel-chem die Insel Rcichcnau liegt. Die Richtung des größeren Theilsdieses Sees ist der des Ueberlinger Sees parallel, und in derSpitze bei Nadolfszell und bei Moos falle» ihm zwei von N.herkommende Bäche zu, von denen der südliche den dort so häufigvorkommenden Namen Aach führt. Der Insel Reichcnau in S.gegenüber bildet der See einen südwestlich gelichteten tiefen, im-