Buch 
Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
Entstehung
Seite
154
JPEG-Download
 

154

II. Natürliche Beschaffenheit.

mer schmäler werdenden Busen, das ist der Ausfluß des Rhein.Zwischen dem wegen seiner merkwürdigen organischen Uebcrrestein einer jünger» Gebirgsbildung berühmten Orte Meningen undder zum Canton Schaffhausen gehörenden kleinen Stadt Steinbildet sich der Rhein wieder völlig zum Flusse, der von da gegenW. nach Schaffhausen strömt, und noch einige kleine Bäche r.und l. aufnimmt. Bei der Stadt Schaffhausen macht er eineplötzliche rechtwinkelige Wendung nach S., und Eine Viertelmciledavon bei Laufen stürzt er vierzig bis fünfzig Fuß hoch überFelsen herab, den weltbekannten Rheinfall bildend; er ist dort drei-hundert und vierzig Fuß breit. Eine und eine Vicrtelmelle tieferempfängt er l. die Thür, die dem Thurgau den Namen giebt.Sie entspringt in St. Gallen, an der SW.-Seite der Appen-zeller Alpen vom Säntio, fließt in einem großen Halbkreise erstwestlich, dann nördlich an Lichtensteg hin, und von Weil an ge-rade nach O.; dort nimmt sie r. die Glatt auf von Hcrisau.Nachdem die Thür so den ganzen Eanton St. Gallen durchflossenhat, tritt sie in den Eanton Thurgau, und empfängt r. dieSitter von Appenzell, nebst den dieser zufallenden, und mit ihrin den Appenzeller Alpen entspringenden Roth und tlrnasch. DieserZufluß bricht den Lauf der Thür in spitzigem Winkel gegen W.,und sie verfolgt denselben in dieser Richtung, parallel mit demWodcnsee und dem Rhein bis zu ihrer Mündung. Auf diesemWege nimmt sie, außer einigen kleinen Bächen, von Frauenfcldher l. die Ulurg auf, die am Hörnliberg auf den Gränzen vonThurgau, St. Gallen und Zürich entspringt. Eine klein« Meileunter der Mündung der Thür beugt der Rhein In eben so schar-fer Wendung wie bei Schaffhausen sich wieder in seinen vorigenLauf gegen W-, da der Jrchelberg und die Berge von Vülachihm die Fortsetzung deS Laufs nach S. wehren, und viele Neben-bäche ihm von S. entgegen kommen. Der erste dieser Bäche istdie'si, am Tößstock auf der Gränze von St. Gallen und Zürichentspringend, mit der ihr l. zufallenden Bcmpt. Der zweite, ihmzwischen Eglisau und Kaiserstuh! zufallende ist die von Grünin-gcn im Eanton Zürich, durch den Dreisenscc und über Bülachkommende Glätt, und noch einige kleine Bäche. Bon der rechten