2. Wasservertheilung. e. Zuflüsse z. Teutschen Meere. 169
vollendeten Anlage. Diese besteht aus zwei großen Canälen, einenvon Neunzehntausend Fuß Länge, der die Linth von ihrem frü-heren Laufe ab, von MolliS aus, in den Wallenstädter See, und«inen zweiten von Zwei und funfzigtauscnd Fuß Länge, der sie ausdemselben nach dem Züricher See leitet. Die Anlage der Eanälein gerader Richtung und der Fall, den man ihnen gegeben hat,bewirken, daß die von dem.Wasser mitgebrachten festen Stoffe nichtan Stellen abgesetzt werden, wo sie den Flußlauf hemmen kön-nen, sondern in die Tiefe deS SeeS gestürzt werden. Die Aus-führung deS Werke- hat den Erwartungen davon vollkommen ent-sprochen, und dem würdigen Unternehmer ist für sich und seineNachkommen der Familienname Lscher von der Linth von derdankbaren Eidgenossenschaft beigelegt worden. Bis zur Mündungder Aar in den Rhein mit dieser Schilderung gelangt, kehren wirzur weiteren Hydrographie deS Hauptstromes zurück.
Der mächtige Zufluß der Aar, welche dem Rhein die Ge-wässer fast der ganzen Schweiz zuführt, bringt keine Veränderungin der westwärts gehenden Richtung seines Laufes hervor, dennschon treten von N. die südlichen Ausläufer des Schwarzwald-Gebirges bis an sein rechtes Ufer vor, und ihre Thäler führenihm neue Zuflüsse zu. Der nächste ist der der Alb, die im Schwarz-walde selbst am Feldberge entspringt, und, durch mehrere Ncben-bäche verstärkt, oberhalb Hauenstein in den Rhein fällt. BeiLaufenburg, wo auch ein Paar Bäche r. und k. in den Rheinfallen, macht derselbe einen zweiten Fall, oder vielmehr es ent-steht, indem sein Bette bis auf fünfzig Fuß Breite verengt wird,und mit Felsen besetzt ist, eine Stromschnelle, welche an dieserStelle die Schifffahrt hindert. Alle Fahrzeuge müssen dort aus-geladen werden. Bei Ulurg fällt r. der Bach gleiches Namensund weiter unten, Ober-Stein gegenüber, der Bach aus demKrickthal in den Rhein, unterhalb Seckingen r. die Mehra ausdem Schwarzwalde, und tiefer unter bis Rhcinfeldm l. nochdrei kleine Bäche. Bei Rheinfelden trifft er auf einen Felsen,der Zöllenhakcn genannt, der «inen Strudel im Strome hervor-bringt. Bei Äugst fällt ihm l. die Lrgolz zu, die, an derSchaafmatt im nördlichen Theile der östlichsten Jura-Reihe ent-