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II. Natürliche Beschaffenheit.
springend, bis Bestall mehrere Bäche von W. her aufnimmt.Endlich erhält er noch gleich über Basel l. die Biro, einen nichtunbedeutenden Nebenfluß aus der westlichern Reihe des Jura,in dem ehemals das Gebiet des Bisthums Basel bildenden Theiledes Cantons Bern. In einem der großen Längenthäler des Jurafließt sie nordostwärts bis zum Dorfe Court, am südlichen Fußedes Berges Graitery, wendet sich dann, die nächste westlicheJura-Reihe durchbrechend, nach N. und wieder NO. bis Lausten,nimmt auf der Hälfte dieses Weges links die Sornc, und beiLausten selbst die Luzclle vom Mont Terrible auf, und gehtunter Lausten mit einer neuen Beugung gerade nach N. demRheine zu.
Basel ist für den Lauf des Rhein einer der merkwürdigstenPuncte. Nicht nur kann er erst von diesem Puncte an mitgrößeren Kähnen von fünf- bis sechshundert Centner Last be-fahren werden, und seine Breite nimmt bis zum doppelten dervorigen zu — bis siebenhundert und fünfzig Fuß; sondern seinganzer Lauf erhält von da an eine von der früheren ganz ver-schiedene Richtung, indem er in Basel selbst sich im rechtenWinkel'gerade nach N. wendet. Dort wirft er sich in dasgroße Thal, das der Schwarzwald und die Boghesen zwischensich lasten, das Elsaß, und folgt der Richtung dieser beiden Ge-birgszüge im parallel mit ihnen gerichtetem Laufe, doch näherdem erster». Sein Bett ist breit und voll von Inseln bis nachRastadl hinab. Der erste Zufluß, den er von Basel an empfängt,ist r. die wiesen, aus dem höchsten Theile des Schwarzwaldes,zwischen dem Feldberg und Belchen, und durch viele Nebenbächeverstärkt, über Zell und Lörrach herabfließend. Weiterhin dieBänder vom Blauen, und mehrere Bäche von derselben Seitebei Steinenstadt, Müllheim, oberhalb Dreifach und bei Burg-heim westl- vom Kaiserstuhl. Vier Meilen nördl. von Dreifachergießt sich in ihn die Llz. Sie entspringt im obern Schwarz-wald am Nosteck, fließt erst nach N. und beugt sich dort umden Gschalkopf herum, südwestlich nach Elzach, nimmt von bei-den Seiten mehrere Bäche auf, darunter oberhalb Waldkirch l.den Guttenbach, wendet sich dann nordwestwärts über Emmen-