Buch 
Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
Entstehung
Seite
178
JPEG-Download
 

173

N. Natürliche Beschaffenheit.

leite und dem Ochsenkopf liegenden hohen sumpfigen Thale, derFichtclsce genannt, der Quelle der Zichtelnab gegenüber. Anfangssüdwestwärts fließend, windet er sich durch das felsige Thal beiBerneck aus dem Gebirge, und nimmt dort r. die Perlenmuschelnführende Oclonitz auf, die mit mehreren Seitenbächen, Lübnitz,Schlcifcnbach u. s. w. vom Heideberg und Weißestein an der NW>Seite des Gebirge- herabkömmt. Unter Berneck wendet er sichnach NW., nimmt l. den Bach von Goldkronach auf, und beiTrcbgast wieder l. einen bedeutend großen Bach, bei Allersdorfüber Bindloch entspringend. Oberhalb Eulmbach fällt ihm r. dieStcinach zu mit dem Schlipbach, der Schorgast, Ulclcheobach u. s w.,sämmtlich In der nordwestlichen Fortsetzung des FichtelgebirgcS ent-springend. Dort wendet der Weiße Mayn sich südwestlich nachEulmbach, und nimmt Eine halbe Meile tiefer l. den Rothen Mapnauf. Dieser, dem seine vom Eisenoxyd des Gebirges, das seineersten Zuflüsse umgiebt, verliehene Farbe den Beinamen gegebenhat, entspringt mit dem Simmclbach bei Lindhard, an der Ostseitedes sogenannten Bamberger Gebirges, fließt von da ostwärts bisKreußcn, und dann nordwärts bis nahe an Baireuth, wo ihm r.die Stcinach aus dem höchsten Theile deS Fichtelgebirges vomwestlichen Fuße des Ochsenkopfs zufällt (verschieden von der obenerwähnten, dem weißen Mayn zufallenden Steinach). Er gehtmit einer starken Beugung an Baireuth vorbei, l. einige kleineBäche aufnehmend, eine halbe Meile unter Culmbach in denweißen Mayn. Der ganze Mayn fließt dann immer in nordwest-licher Richtung bis Marktzculen, wo ihm r. der große Zufluß derRodach zukömmt. Diese entspringt am höchsten Rücken des Fran-kenwaldeS, oder östlichen Flügel des Thüringcrwaldes, bei demDorfe Rodacherbrunn, nimmt l. die Fränkische Moschwih und r.einige kleine Bäche auf, fließt südwestwärts durch den Flecken Stein-wiesen, nimmt unter demselben l. die waldrodach auf vom-brabcrge, und bei Kronach r. die Rronach mit der ihr r. zufallendenSafilach und Lettau, sämmtlich vom Thüringcrwalde herabkom-mende ansehnliche Zuflüsse, welche große Holzflosse in den Maynführen. Nicht weit von ihrer Mündung fällt dem Mayn r. nochein Bach aus dem Thüringcrwalde, Sachsen-Meiningischen An»