2. Waffcrvertheilung. e. Zuflüsse z. Teutschen Meere. 183
«Nd der Saline Nauheim kommenden Bach aufnimmt; fernerfallen ihr r. der Roppernbach und der Seuchelbach von Homburgan der Höhe zu, und bei ihrer Mündung r. die Sulz, mehrereranderen kleinen Nebcnbäche nicht zu gedenken. Unter Höchst em-pfängt der May» noch r. vom Höhegcbirge den Liedcrbach, dieSchwarze und einige kleinere Bäche, fließt unter HochheimS Wein-bergen hin, und fällt mit breiter Mündung, Maynz gegenüber,in den Rhein, der dort seine größte, von Inseln nicht unter-brochene Breite in seinem ganzen Laufe hat. DaS Wasser dcStrüberen Mayn zeigt sich noch lange von dem reineren Wasserdes Hauplstroms in diesem gesondert.
Nach dem Eintritte des Mayn behält der Rhein nur nochauf eine kurze Strecke seine Richtung nach Nordwest. So gehter zwischen Maynz und Cassel unter der Schiffbrücke hin bis ge-gen Bicberich, wo er sich gegen Westen und fast Südwest beugt,und bis Bingen in dieser Richtung bleibt, auch auf dieser Streckeviele und große Inseln bildet, die dort den Namen Auen führen.Die Peteroaue, Ingelhciiiie« Aue, Dicbericher Aue, Schierstcincr Aue,Rcrtcloaue Ellfeld gegenüber, ^theinauc Erbach gegenüber, Schon-borncr Aue bei Gelßenheim sind die ansehnlichsten. Sein rechte«Ufer auf dieser Strecke ist die unter dem Namen des Rheingauweltberühmte Gegend, welche die trefflichsten Rheinweine liefert;ein lachendes Land, dem die Natur alle Reize verliehen hat.Viele kleine Thäler ziehen sich von diesem Ufer nach dem Taunushinauf, die sämmtlich kleine Bäche mitbringen, unter denen dochnur der Halz von wicobadc» her und der Bach von Schlangenbad,tvegen der berühmten Orte, von denen sie kommen, besondere Er-wähnung verdienen. Auf dem linken Ufer kömmt dem Rhein dieSetz zu, die nordöstlich vom Donnersbcrg entspringt, ihren Lausüber Alzey, Köngernhelm, Nieder-Olm nimmt, und unter Ober-Jngelheim in den Rhein fällt.
Bei Vingen ergießt sich von derselben Seite in den Stromdi- Nahe, ein ziemlich ansehnlicher Nebenfluß. Sie entspringt indem jetzt Großhcrzvglich Oldenburgischcn Fürstcnthume Birkenfeld,zwischen der Stadt gleiches Namens und dem Preußischen Flecken