184
H. Natürlich« Beschaffenheit.'
Tholey, nimmt einige klein« Bäche, r. die Frais, l. die Traunauf, macht eine Strecke weit die östliche Gränze des genanntenFürstenthums mit der Preußischen Rhein-Provinz, geht durch daswegen seiner Achatschleiferei bekannte Städtchen Oberstem nachKirn, Simmern unter Dhaun, und Monzingen, wo ihr l. Bächevom Hundsrück zufallen. Eine Stunde unter Sobecnhcim fälltihr r. die Man zu, die auS mehreren, vom nordwestlichen Flügeldes Haardgcbirgcs aus der Gegend von Homburg bis Landstuhlzusammenfließen, entsteht, bei Altenglan einen Bach l. von Kuselher, dann auf derselben Seite einen Bach von Baumholder, beiLauterecken r. die waldlauter von Kaiserslautern aufnimmt. DerNahe fallen noch zu bei Ebernburg über Kreuznach die Alsenz, l.der Dulden von Stromberg unter Brezenheim, r. die Appcl vomDonnersberg, und weiterhin der wicobach, aus derselben Gegendkommend.
Bei der Mündung der Nahe wendet der Rhein sich wiederscharf gegen NgW. und tritt, in seinem Bette beträchtlich ver-engt, in das große westl. Thonschiefergebirge, dessen FelSmassenbis an seine Ufer vortreten und seinen Grund selbst uneben ma-chen, auch hie und da über seinkn Spiegel hcrausragen. Ein«solche felsige Stelle ist die gleich in der Wendung des Stromesliegende, bekannt unter dem Namen des Dmgcrlochco, und derFelsen, auf welchem der Mäusethurm steht. Ehemals war dieseStelle der Schifffahrt gefährlich, durch Sprengen der höchstenFelsen ist jetzt alle Gefahr entfernt worden. So lange derRhein sich zwischen den schroffen Wänden des Gebirges durchwin-det, empfängt er aus den kleinen Schluchten oder Rinnsalen der-selben nur unbedeutende Waldbäche. Genannt werden mag derwiopcrbach, der vom Taunus bei Langenschwalbach kommt, undbei Lorch r. in den Rhein fallt. Für die Beschaffenheit desStroms in dieser Gegend sind bezeichnend die große Sandbank, ober-halb Eaub, nahe am rechten Ufer; der bei Caub fast in seiner Mittehervorragende große Fels, auf welchem ein kleines Fort, die Pfalz,erbaut worden ist; wenig weiter unten die Felsen im Grunde,über welchen das Wasser sich rauschend bricht, die Rausche!« ge-nannt; zwischen Oberweskl und den Lurlep-Felsen ebenfalls eine