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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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185
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2. Wasservectheilung. e. Zuflüsse z. Teutschen Meere. 185

Gruppe von unter der Wasserfläche verborgenen Felsen, die Iung-l'rauen genannt, und oberhalb St. Goar die Dank und das soge-nannte Dewirre, ebenfalls Felsen im Flußgrunde; dann überhauptdie große Verengerung des Strombettes und eigentlich des ganzenThales, welches der Fluß, fast ohne ebenen Rand übrig zu lassen,«füllt, von Caub bis unter Rheinfels. Bis dahin steigen dieFelsen, und zwar hie und da auf beiden Seiten fast senkrechtaus dem Strome empor. Unterhalb Rheinfels fängt das Thalan, sich allmählich etwas zu erweitern, die Felsenwänd« fallenetwas weniger steil dem Ufer zu. Aber erst unter Voppart, woder Rhein eine kurze Krümmung nach O. macht, verflächt sichsein linkes Ufer sanfter bis nahe der Mündung der Lahn gegen-über, wo auch dort wieder steilere Wände emporstreben. ZwischenOber- und Nieder-Lahnstein nimmt der Rhein r. die Lahn auf.

Die Lahn entspringt an der südl. Gränze der PreußischenProvinz Westphalen mir Nassau; sie nimmt einen vielfach ge-krümmten Weg. Erst nordöstl. durch die Witgenstcinischen Be-sitzungen über Laasphe nach Oberheffen bis Biedenkopf, dannsüdöstl., viele Seitenbäche aufnehmend, bis unter Eosfeld in Kur-hessen, wo ihr aus N. von Wetter die wetschaft zufällt. Einehalbe Meile oberhalb Marburg empfängt sie l. von Kirchhapn dieGhm, die am Ulrichstein, dem nordwestl. Flügel des Vogelsberges,entspringt, r. die Lelda aus derselben Gegend aufnimmt, zwischenSchwcinsberg und Amöneburg durch verschiedene Nebenbäche, undbei Kirchhayn durch die Wohra von Gemünden mit der Rlcinverstärkt wird. Die Lahn wendet sich dort gerade nach S. überMarburg bis nach Gießen. Auch auf diesem Wege fallen ihrvon beiden Seiten kleine Bache zu, darunter r. bei Staufenbcrgdie Lumde. Von Gießen wendet sich die Lahn westwärts nachWehlac und nimmt dort r. die Dill auf, vom östlichen Ende desWesterwaldes, dem Salzburger Kopf u. s. w. über Dillenburgund Herborn, wo ihr l. die Ahrd zufällt, herabkommend. Weitersüdwestlich gehend, empfängt die Lahn l. die Solm von Vraun-sels her, bei Weilburg die weil aus dem Taunus, wendet sichdort nach S., dann westwärts nach Nunkel und Limburg, zwi-schen beiden Orten die vom Taunus kommende L,o ausnehmend,