124 Geschichte der Schweiz. IV. Buch.
durch Klugheit und nachgiebige Freundlichkeit ge-sichert; Genf unruhig wachsam auf die Freiheit;Freiburg, durch Unruhen unter nähere Herrschaftgebracht; im Sanenland Freiheitsliebe mit Ehr-sucht; die alten Schweizer in stillem Genuß; dieBündner noch kämpfend; den unternehmenden Abtvon St. Gallen glücklich, außer gegen AppenzellsFestigkeit und gegen die beharrlichen Plane derStadt; die Städte voll Muth, erwerbend, in Ein-richtungen und Maßregeln fortschreitend; den Laufder Zeiten dem Adel, insofern er ihn mißkannte,ungünstig; nichts Größeres als den alten ewigenBund hochteutscher Lande, welcher selbst Fürsten,die sich fügten, Sicherheit gab. Das sahen wir.Jetzt folgt, wie der Bund für die Vergrößerung desNamens und Landes, wie er für seine Freunde zuSchaffhausen und Mühlhausen gewirkt, und in sol-cher Maße furchtbar geworden, daß die außerordent-lichste Maßregel das einzige Rettungsmittel östrei-chischer Herrschaft in Oberteutschland schien.
Sechstes Capitel.
Gemeinsame Geschichten der Schweiz von dem Ende des in-nerlichen bis auf die Veranlassungen des burgundischenKriegs. (i»5o—t»69.)
In dem tausend vierhundert und fünfzigstenJahr, in welchem die innerliche Unruhe durch denBubenbergischen Spruch vollends getilgt worden,sandten die Schweizer achthundert auserlesene Krie-