C. K. Gemeinsame Sesch. derSchweiz v. ti8o—Kg. 14t
der Mahnung; brach auf, ohne Antwort abzuwar-ten, mit der Stadt Banner wider Cvstanz. Desfolgenden Morgens machten die Unterwaldner sichnack. Es folgten in wenigen Tagen die Männervon Uri, Schwvz, Glaris, Zug, die von Zürich.Indeß die Fehde der Bcrncr erging '") und derSchultheiß von Wengi dreihundert Solothurnerdenselben zuführte"'), zogen viertausend Eidgenos-sen rachedurstig in den Thurgau, auf das Verder-ben aller Cvstanzischen Güter. Ein großer Ort jen-seits der Thür, Weinfelden, Gerichtsherrlichkeiteines Vetters des unbesonnenen Costanzer Jüng-lings "*), wurde eingenommen. Verwüstung, wenndie Schweizer wollten, bis an die Stadtmauer vonCvstanz, war unaufhaltbar, so verwirrt war Erz-herzog Sigmunds Hof, so wankend seine Macht,gegen die schwäbischen Herren aber die schweizeri-sche Oberhand so entschieden, daß die Stadt hülflosfür ihren Bürger büßen mußte. Die Eidgenossenberuhigten sich mit dreitausend Gulden '°H; umzweitausend gaben sie Weinfelden zurück. Hein-rich von Hewen, der alte Bischof, auch nun Ver-mittler^), erkannte, daß die Schweizer bald auchim Thurgau Herren seyn würden, eilte, undmachte für alle Hochstiftischen Herrschaften'''), de-ren einige er selbst erworben'"), Bund mit ihnen,zu Sicherung der Ruhe seiner abnehmenden Tage'").Pflug, Sennhütte, Waffen, das kannten die Schwei-zer; über der Waffen Gebrauch entschied das Volk,