C. 8. Die erste» Feldzüge des burgunb. Krieges. Si5
nicht für die halben Maßregeln; man würde schnel-ler und weiter gehen müssen. Also sagten sie nichtmehr so viel von der Mahnung, als daßjeneSold-aufbringung doch immer eine vorläufige und weit-läufige Einleitung erfordern werde; die Zahlungendürften auch wohl unrichtig fließen; kaiserliche Ma-jestät befinde sich selbst in größter Verlegenheit *»).Die Eidgenossen verstanden es, und sprachen: „He-„riconrt beweise, daß sie es ernstlich meinen; so„wollen sie den gemeinschaftlichen Krieg ferners„führen auf ihre Art." Nach diesem begehrte derKaiser die gänzliche Einnahme Hochburgundiens fürdas Reicht), und das Wort, nie ohne ihn den Kriegzu endigen; auf sie wolle dieselbe Rücksicht aucher nehmen»'). Es wurde ein Kriegsplan verab-redet »').
Einige Städte sandten ihre Reichshülfe zu demkaiserlichen Heer»'). Vergeblich sprach König Ed-ward mit dem Herzog über die unnütze Belage-rung»'); vergeblich suchten treue Hochburgunder: daßer die Eidgenossen zu Friede bringe »'). DurchGroßsprecherei hatte er seine Ehre an die Sache ge-hängt; Verwirrung und Ingrimm brachten ihn umdie Besonnenheit»'); mit Flammen, mit Verwü-stungszeichen füllte er die Banner, anzukünden,was er vorhabet). Seine Leidenschaft wußte er al-len seinen Freunden, besonders den Italienern,die er vorzüglich liebte, mitzutheilen. DieseSprache (Freiburg und Bern zu verbrennen, und