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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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des Meyerhofbf. 32Hans.- Ehren/ gleich an dem Eck auf der lincken Hand unter der Stiege/ daman durch eine wol verwahrte Thuͤre undetlich kleine Treppen auf die Haupt-Stiege des Kellerskommen/ und daſelbſten was man von Getraͤnck undan-dan Sachen aus dem Keler im Haußnoͤthig/ herauf bringen moͤge.

6. Beyde Schluͤſſel beſagter Emgaͤnge O. und x. ſollen an einem ſtarckenRiemen ber ſammen hangen/ und von der Hauß⸗Muͤtter oder Meyerin ſtetig/an einem gewiſſen Ort/ in Verwahrung gehalten werden.

7. Die Tag⸗Lechter in den Keller ſollen vor der hintern Seite des Hoffs

gegen Mitternacht/ wie auch auf beyden Nebin⸗Seiten gegen Auf⸗ und Nie-dergang ſolcher Geſtalt geſetzet werden/ alſo/ daß in jedes unter ein Fenſter die-ſes Gebaͤues zu ſtehen komme/ wie die Figura K. ſub Num. 8. mit X. bezeich-net/ zu ſehen.

Fig. K. Num. 8.

8. Die Weite der Keller⸗Liechter ſolle außwendig gegen dem Hofe auffsWenigſte nur zween Schuhe weit/ und anderthalb Schuhe hoch genommenmit ſtarcken Eiſen⸗Staͤnglein/ und ein jedes mit einem Thuͤrlein oder Laͤdleinverwahret werden.9. Die innenwendige Weite der Keller⸗Liechter/ ſo durch das Gewoͤlbe inden Keller hinab gehet/ ſolle auffs wenigſte vier biß fuͤnff Schuhe weit ſeyn/ und

alſo durch das Gewoͤlb des Kellers gefuͤhret werden/ daß demſelbigen dardurchſeine Staͤrcke und Schlieſſung nicht geſchwaͤchet werde.

10. Die Haupt⸗Stiege in den Keller ſolle 24. biß 25. Treppen haben/

deren jede 14. Zoll breit und ſieben Zoll hoch.heſ 11. Die Taͤnge der Staffeln ſolle auffs wenigſte 6.2. 8. oder 2. Schu-he ſeyn.

12. Ferner ſolle der Keller mit zweyen Zwerch⸗Mauren unterſchiedenwerden/ nemlch ſolcher Geſtalt/ daß auff gedachte Schied⸗Mauren, die zweyWaͤnde/ ſo in dem Grund⸗Riß F. ſub Num. 4. mit**. bezeichnet/ geſetzet wer-

den koͤnnen.

13. Dieſe Schied⸗Mauren im Keller ſollen verſchloſſene Thuͤren vonſtarcken Eichen Holtz durchſichtig wie ein Gatterwerck/ ſechs Schuhe breitund ſieben Schuhe hoch/ jede mit zwo Fluͤgel⸗Thuͤren/ gemacht werden/ da-mit man in dieſen Kellern das Getraͤnck und andere Sachen verwahren undbeſchloſſen halten koͤnne.

Nora. Die Schied⸗Waͤnde werden mit durchſichtigen Gatter⸗Thuͤren zudem Ende gemacht/ damit die beyden Keller deſto mehr Lufft und Liecht habenmoͤgen: Will man keme Mauren machen/ ſo kan man nur beydes mit.

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