Ins gemein. 95
17. Scheinet die Lufft um die Spitzen der gar hohen Berge rein undklar/ ſo erwartet man gewißlich ſchoͤn Wetter.
18. Wann die Raben mit Hauffen fliegen/ gleichſam als wolten ſie ſpie-len/ ſo zeigen ſie an/ daß es klaie Lufft ſeye.—
19. Vernimmt man/ daß ſich der Lufft Scharffheit vermiltert/ wannNord⸗Wind wehet/ letzt im Herbſt/ im Winter/ und im Erſten des Fruhlingsund der Wind wendet ſich auf einen andern Ott/ mit Finſtemuͤß/ ſo mag manRegen oder Schnee gewaͤrtig ſeyn.
20. Wann die Lufft/ meiſt uͤberall/ rothlechtig iſt/ doch ohne dicke Wol-cken/ ſo drohet ſie mit Wind und Sturm.
21. Kalte Lufft mit dunckel⸗grauen Wolcken/ und wenig Froſt/ verur-ſacht Hagel/ im Fruͤhlings Anfang und im Herbſt.
V. Von den Winden.Fig. O.Es zehlen die Schiff⸗Leute wegen zutraͤglicher Navigation zur Seefa32. Winde/ unter welchen dieſe die Vornehmſte ſeynd: 888I. Die 3. Morgen⸗oder Oſt⸗Winde. 1. Oſt⸗Mordoſt. 2.Oſt 3. Oſt⸗Suͤdoſt.II. Die 3. Abend⸗oder Weſtwinde. 1. Weſt⸗Suͤdweſt. 2.Weſt. 3. Weſt⸗Mordweſt.III. Die 3. Mittag⸗ oder Sudwinde. 1. Süd⸗ Suͤdoſt. 2.Suüd. 3. Suͤͤd⸗Suͤdweſt.IV. Die 3. Mitternacht⸗oder Nordwinde. 1. Nord⸗Mordoſt.2. Nord. 3. Nord⸗Mordweſt. 14Die vier Mittel⸗Winde ſeynd1. Suͤdoſt. 2. Suͤdweſt. 3. Nordoſt. 4. Nordweſt.Die Oſtwinde ſeynd von Natur warm und trocken/ auch rein und geſundfuͤrnemlich am Morgen.Die Weſtwinde ſeynd kalt und feucht.Die Sudwinde ſeynd warm und feucht/ /bringengern Regen/ verurſachenPeſtilentz und Fieber.Die Nordwinde ſeynd kalt und trocken/ vertreiben die Peſtilentz und reini-2 efſt blahm gemeiniglich im Anfang des Fruͤhlings/ und Ende desinters.1. Iſt es auf die Neue Jahrs⸗Nacht windig/ ſo folget gerne die Peſt.2. Wann es am Tage Paul Bekehrung windig iſt/ ſo ſolle Krieg undAufruhr folgen.
K ij 3. Ein