Buch 
Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
JPEG-Download
 

Ins gemein. 77

VI. Vom Nebel.

1. Wann es um die auf⸗ und niedergehende klare Sonne neblicht ſchei-net/ ſo bedeutet es klar Wetter/ ſo es anders recht Nebel iſt.

2. Alle Nebel/ die da niederfallen auf die Erden/ und ſich nicht wieder indie Lufft aufziehen/ bedeuten klar Wetter.

2. Wannſich die Nebel/ in der Lufft ſchwebend/ beginnen von einander2 ſpreiten/ oder werden unten von der Sonnen verzehret/ ſo folget bald klar

zetter.

4. Stehet ein Nebel niedergedruͤckt auf einem waͤſſerichtem Platz/ Wie-ſen/ Fluß ꝛc. ſo folget bald ein ſehoͤner klarer Sonnenſchein.

99 Gehet des Morgens von der Sohen eine dicke Nebel⸗Wolcke/ ſo giebtes Regen.

6. Stehet ein Nebel oder Finſternuͤß unten in der Lufft/ und gehet lang-ſam nach der Hand/ ſo kommt er wieder durch Regen.

7. Iſt der Himmel klar/ und es ſtehen irgends Nebel/ wann die Sonneaufgehet/ ſo will ſich auch Wind und Sturm irgends erregen.

8. Wann der finſtere Nebel ſich endet/ ſo will dagern Wind entſtehen/ de-veclhsc die Lufft allezeit verdacht vor Wind und Sturm/ wann haͤuffi-ger Nebel iſt.

9. So viel Nebel in dem Mertzen/ ſo viel Wetter im ſelben Sommer.

VII. Von den Wolcken.

1. So etliche duͤnne und roͤthlichte Wolcken in der Sonnen Untergangdes Abends ſich außbreiten/ ſo verheiſſen ſie die erſte nachfolgende Nacht ſchoͤnund klar Wetter.

2. Alſo auch/ wann etliche rothe Wolcken nach der Sonnen ſchoͤnenkla-ren Untergang aufkommen.

3. Wannetliche duͤnne Wolcken in der Sonnen Aufgang des Morgensſich von einander ſcheiden/ der Sonnen Zukunfft halber/ ſo wird ein ſchoͤnerFlarer Tagfolgen.

4. Wolcken/ ſo weiß ſeynd/ die als ein Hauffen Federn/ oder wie weiſſeWolte/ ſich in der Lufft außbreiten/ wann die Sonne hoch am Himmel iſt/ ha-ben Klarheits Anfang zugleich mit ſich.

5. Siehet man kleine Wolcken uͤberall/ neben der Erden auftommen/welche ſtracks von einander ſcheiden und verſchwinden/ ſo iſt gewiß klarerLufft zu gewarten.

6. Wann die Wolcken im Regen ſich mehr von einander ſcheiden dannzuvor/ beſonderlich gegen die Seite/ da der Wind herwehet/ ſo iſt trockenWetter zu hoffen.

K iij 7. So