Vom Gelde.
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Platte auf den Prägeklotz und schlug mittelst eines Hammers auf dieselbe, wo-her auch der Ausdruck „Münzen schlagen" stammt. Bei kleinen Münzen wirddiese Methode noch angewendet, und die Vorrichtung dazu heißt das Klip-oder Sch lag wer k.) Um dem Beschneiden der Münzen zu wehren, werde»sie zuletzt noch gerändelt, indem sie auf dem Rande entweder mit einerkrausen Verzierung oder mit einer Inschrift versehen werden. Solches ge-schieht auf die Weise, daß jede einzelne Münze zwischen zwei mit der Kräu-selung oder der Randschrift versehenen, parallel sich bewegende» Stangen oderWalzen durchgezwängt wird. ')
§. 5. Der Schlagschatz, Schlägel-, Prägeschatz.
Da der Staat bei der Ausmünzung der Metalle mehrere Ausgaben zubestreiten hat, so giebt er die Münzen um so viel höher aus, als der Betragder Münzkosten es erfordert, wodurch sie also über ihren eigentlichen Werthoder innern Gehalt an edlem Metall im Umlauf stehen. Dieser letztere Werthheißt der Aahlwerth, und der Unterschied zwischen diesem und ihrem eigent-lichen Werthe heißr Schlagschatz, Schlägel- oder Prägeschatz. SeineGröße oder Höhe unterliegt denselben Bedingungen wie der Betrag der mitProducirung irgend eines andern Gewerbsartikels verbundenen Kosten. Sieist theils von dem Arbeitslohn«, theils von dem Capitalaufwande, welchendie Ausprägung der Münze erfordert, abhängig. Beide aber sind höchst ver-schieden, je nachdem die Münze entweder von grobem oder seinem Schroteist, und je nachdem dieselbe an dem einen oder andern Orte verfertigt wird.So kostet die Ausprägung einer Mark Silber zu sogenanntem groben Cou-rant, z. B. l Thalerstücken, Spcciesthalern, natürlich weit weniger, als de-ren Ausprägung zu kleinem Courant, ^ oder 24 Stücken. Demnächst istder Schlagschatz bei ersterem auch immer geringer, als bei letzterem. Fernerwird auch das Prägen an solchen Orten, wo der Arbeitslohn und die nöthigenMaterialien in nieder» Preisen stehen, oder wo eine vollkommnere Münzma-schiaerie vorhanden ist, stets wohlfeiler geschehen können, als da, wo die er-sten Beiden mehr Ausgaben nothwendig machen und letztere mangelt. ImDurchschnitte beträgt der durch die Arbeitskosten verursachte höhere Zahlwerlhder Münzen Procent, Der Staat will aber von dem Mänzregale auchnoch Vortheil ziehen, und den öffentlichen Schatz iStaatsschatz) dadurch ver-mehren, weßhalb er noch etwas mehr in Rechnung bringt, um diesen Beitragzu gewinnen ldaher auch die Benennung Schlag- oder Prägeschatz), was nichtallein rechtlich, sondern, wenn es die Grenzen der Billigkeit nicht überschrei-tet, auch lobenswerth ist, weil hierin das sicherste Mittel liegt, dem Ein-schmelzen der Münzen vorzubeugen. In Frankreich beträgt der Schlagschußvom Kilogramme Gold g, und vom Kilogramme Silber 3 Francs- DiePariser Münze liefert (nach Klüb-r) in einer Stunde 2SVV Goldstücke von40 — 20 Francs, 2000 Silberstücke von 5 Francs, 2500 Zwei - und Ein-
') Auch mittelst eines Walzenwerks kann Geld geprägt werden, indemauf einer von zwei einander entgegen umlaufenden stählernen Walzen derAvers und auf der andern der Revers eingegraben ist, die genau quf einandertreffen, wenn die Walzen umgedreht werden, zwischen welche die Platte ge-steckt und so ausgeprägt wird. Ein Exemplar eines solchen Walzenwerks inkleiner Form wird auf dem Rathhause zu Quedlinburg verwahrt.