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Bank-Actien. — Barbaresken-Paß. 229
satzes und zur Erleichterung verschiedener Handelsunternehmungen. DieseBanken theilen sich in mehrere Arten, und heißen nach ihren einzelnen Zwecken:
l> Zettel- oder Notenbank, welche ausgefertigte Scheine zur Erleichterungund Bequemlichkeit des Geldverkehrs in Umlauf bringt, und diese auf jedes-maliges Verlangen des Inhabers gegen baare Münze einlös't.
21 Giro - oder Assignationsbank , eine gemeinsame Kasse, bei welcher diehinterlegten Summen, durch Anweisung oder Umschreibung schnell von einerHand in die andere kommen.
3) Leihbank, welche entweder auf persönliches Zutrauen, oder auf PfänderCapitalien vorstreckt.
4) Depositor Bank, jene, welche Geldsummen zur sichern Verwahrungübernimmt, sie den Eigenthümern verinteressirt. und auf Verlangen wiederzurückstellt.
5) Wechselbank, die jede beliebige Münze gleich gegen eine andere ver-langte Münzsorte umwechselt, oder an einem anderen Orte durch Wechsel-briefe verschafft.
Bank-Aktien, Antheilszettel oder Scheine an einer Bank-Unternehmung.Bank-Agio, das bei Umwechselung von Landmünze gegen Bancowährungzu zahlende Aufgeld. Bank-, Roten-, Zettel-Billets, die von der Bankfür baares Geld ausgegebenen gedruckten Scheine oder Zettel. Harrte- dorrt«,l) die einzelne Rechnung im Bankhauptbuche, 2> das im Hauptbuchs der Han-delsleute über Geschäfte mit der Bank eröffnete lloirto; Lantc - ^/sseAmo,öarrtd-Littet, l) bei Girobanken die Anweisung, worin der Inhaber einesCapitals in der Bank, derselben aufträgt, eine bestimmte Summe auf das6ont» des angewiesenen Gläubigers überzutragen. 2> Eine Anweisung derBank selbst, auf irgend Jemand zur Auszahlung eines Geldbetrages. Bank-zahlung, Laiikvslutu, die Art der Zahlung, oder der erhaltene Werthdurch Ab - und Zuschreiben bei Girobanken.
Bankerott heißt das Falliment, welches in der Absicht, seine Gläubiger be-trügen zu wollen, erklärt wird.
Langer« tVote» heißen die in England von Banquiers auf den Inhabergestellten Kassenscheine, die aus Sicht zahlbar sind.
Banquier, der Wechsler, derjenige Handelsmann, welcher den Wechselhan-del ausschließend treibt, und sich durch die zu seinem Geschäfte nothwendigenEigenschaften, ausgebreitete Kenntnisse, bedeutendes Vermögen. Ansehen undallgemeines Zutrauen zum ersten Gliede eines handelnden Staates erhebt.Gemeinhin werden alle Großhändler Banquiers genannt.
Barat, Baratterie, Verfälschung oder Veruntreuung der einem Schifferanvertrauten Waare. Larata, Betrug, wenn eine Waare auf Zeit gekauft,um sich Geld zu machen, gegen baares Geld wieder verkauft, der Verkäuferaber nicht bezahlt wird. Barataires heißen Handelsleute, die mit französi-schen Freibriefen versehen, in der Levante Handel treiben, daher Barats diesevon den französischen Consuln in der Türkei ausgestellten Freibiiefe genanntwerden.
Baratt, der Tausch, die Umwechselung einer Waare gegen die andere, ba-rattiren, tauschen, eine Waare für die andere geben. Baratthandel, derTauschhandel.
Barbaresken - Paß heißt ein Schiffsdocument. welches den Schiffen, die