Band 
Dritter Band.
Seite
148
JPEG-Download
 

148

Von den Staatspapieren.

winns aus den Bank-Unternehmungen jedesmal berechnet wird. Im April1833 standen die Bankactien zu Hamburg auf der Börse 1233 — 1235.

Außer den Papieren der neueren Anleihen sind auch noch die Rentenur-kunden des Lombardisch-Venetianischen Monte, von 1820 und 1822, zu 5 Zauf Namen in italienischer Sprache, als Oesterreichische Handelspapiere zuerwähnen; die Zinsen fallen bei der Kasse des Monte in Mailand und bei allenProvinzial Finanz-Kassen. Von den, über 4 K verzinslichen Staats-Schuld-perschreibungcn und Rentenurkunden des Lombardisch-Venetianischen Monleerfolgte eine theilwcise Aufkündigung, und zwar auf den 1. Nov. 1830, ge-gen Anbietung des Umtausches in 4procentige Papiere, nämlich für 100 fl. in5 K, 104 fl. in 4 H, worüber sich die Inhaber bis zum l. Juli 1830 erklärenmußten. Von den dKigen wurde vorläufig eine bestimmte Zahl von Num-mern zu 10,000, 5000, 1000, 500 und l 00 fl., vom 1. Nov. und 1. Dec.181S, sowie vom I. März 1817 gekündigt; ferner ein Theil der aus der Ver-loofung hervorgeqangenen 5ßigen Staatsschuld; die 1805 und 1808, 180Sund 1810 in Krain aufgenommenen Swangsanleihen zu 5 K; die TyrolerAwangsankeihe von 1803 zu 0 A; dne Tyroler freiwillige Anleihe von 1809zu 5 K; die SKige Salzburger Landes- und die tzZige Passauer Cameralschuld,nebst einem Theile der Lombardisch-Venetianischen Rentenschuld. Das ganzegekündigte Capital betrug 10 Millionen Gulden.

Die Herzogin von Parma negocirte 1827 eine Anleihe von 12 Mill.Lire (2,814,815 Franken) durch die Gebrüder Rothschild in Paris, und Mi-rabaud u. Comp. in Mailand, mit 5 K verzinslich, unter specieller Anerken-nung ihres Nachfolgers, des Herzogs von Lucca. Die dafür verpfändetenDomainen, 30 Mill. Lire an Werth, wurden für unveräußerlich erklärt, undder Tilgungsfond hat eine jährliche Dotation von 240,000 Lire, von indircctenAbgaben gebildet.

§. 17. Preußens Staatsschuld und S r a a t s p a p iere.

Vor dem Fahre 1800 betrug die Preußische Staatsschuld nicht mehr alsSO Millionen Thaler, allein die Zerrüttung der Finanzen, durch die nöthiggewordenen fortwährenden Kriegsrüstungen herbeigeführt, machten in jenemFahre die Einführung eines Papiergeldes, der Tresorscheine, nothwendig, vondenen 9,033,210 Thaler in Umlauf kamen. Im Jahre 1809 wurden für 2Millionen Thalerscheine ausgegeben, dagegen für 2 Millionen Tresorscheineeingezogen und von diesen letzteren 1212 für I Million umgestempelt, daß also1813 nur noch 8 09S,2I0 Thaler in den öffentlichen Kassen und im Umlaufwaren, welche nebst den 1815 an Preußen übergegangenen sächsischen Kassen-billets, I-lt. 24. 1,750,000 Thlr., im Jahre 1824 durch Kassenanweisungenau xortsur in 50, 5 und 1 Thalerscheinen, ausgegeben mit dem 3. Jan.1825 auf den Belauf der unverzinslichen Staatsschuld von 1 1,242,347 Thlr.Courant, ersetzt wurden.

Die gesammte Staatsschuld, mit Ausnahme der Obligationen ausländi-scher Anleihen und der Bankobligationen, wurde im Jahre 1810 auf 4 K, ge-gen jährliche Verloosung und ohne Kündigungsrecht gegen den Staat consoli-dirt, im Jahre 1820 aber die künftige Behandlung des gesummten Staats-schuldenwesens genau geordnet und als rechtmäßige verzinsliche Staatsschulddie Summe von 1 80,091,720 Thalern anerkannt und dieser Etat als für im-mer geschlossen erklärt. Zu dieser Summe kam noch die vorhin gedachte un-