Band 
Dritter Band.
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151
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Bon den Staatspapieren. 151

Russische Handelspapiere, die auf auswärtigen, namentlich deutschenBörsen cirkuliren, sind:

Papiere der LAigen Anleihe bei v> Rothschild und Söhnen;

dergleichen der ZAigen Anleihen bei Hope u. Comp. in Amsterdam ;

ferner die der SKigen englischen und Hamburgischen Anleihen, die in Pe-tersburg, London und Hamburg zahlbar sind;

fünf- und sechsprocentige Metall-Certisicate;

Renten-Jnscriptionen, worüber Amsterdamer und Hamburger Certisicatemit ginsscheinen vorhanden sind;

Bank-Jnscriptionen und Jnscriptionen in Silber, deren beider Zinsen di-rekt in Petersburg fallen, und zwar die der ersten am l. Januar und l. Juli.die der letzteren am 1. März und l. September, an welchen Tagen auch dieginsscheine des englischen Anlehns von 1822 zahlbar sind, dessen Papiere maninJnscriptionen auf Namen zu Petersburg verwandeln lassen kann.

Polnische 4Aige Pfandbriefe von 20,000, 5880. 1000, 600 und 20V st.lk st. poln. gleich 1 Thlr. Pr. Cour.1, deren Zinsen am 22. Juni und 22.December in Warschau und Berlin fallen.

Pariial-Obligationen oder Papiere der russisch-polnischen Lotterie-An-leihe von 42 Millionen polnischen Gulden, im Jahre 1829 bei Franke! in War-schau, mit 147,000 unverzinslichen Theilschuldscheinen von 300 st. air por-t«ur, welche Anleihe bis 18L4 einschließlich, mit zum Theil bedeutenden Prä-mien, in 2040 gleichen Serien verloost werden sollte. Die Auszahlung dergezogenen Nummern geschieht nach der Bestimmung jährlich am 15. Mai zuWarschau in poln. Cour.; die nicht gewinnenden Nummern erhalten ihrenNennwerth nebst 4 K Zinsen für die abgelaufenen Jahre vom 1. April 1820an gerechnet, so daß eine jede derselben mit 000 st. zurückgezahlt wird.

§. 10. Spaniens Staatsschuldenwesen und Handelspa-piere.

Nachdem schon im Jahre 1820 mehre vorbereitete Schritte geschehenwaren, war man im Jahre 1830 in Spanien bemüht, dem Finanzsysteme ei-nen .neuen, den Begriffen der jetzigen Staatswirthschaft angemessenern Charak-ter zu geben, woran außer dem Finanzminister Ballesteros, der Präsident derStaatsraths-Section für die Finanzen Lavier de Burgos, der Secretair Encima de la Piedra und besonders der pariser Bankier Aguado vorzüglichen An-theil hatten. Der spanische Credit sollte erstlich auf den europäischen Geld-märkten gehoben werden, ohne die Anleihen der sogenannten revolutionairenCortesregierung anzuerkennen, weil deren Anerkennung der König und Colo->nard.e sich besonders widersetzten. Um aber das Heben des Credits zu beför-dern, erkannte man denn doch die Hopesche Anleihe von ISV7 an. Diese sollte,zu 200 Mll. Realen, ungefähr 40 Mill. Franken, angenommen, gegen spro-centige ewige Renten, Capital gegen Capital, den spanischen harten Piasterzu lj. fl. holländisch gerechnet, binnen 0 Monaten, ganz unter gleichen Num-mern, wie die Pariser Renten, ausgewechselt, und die Zinsen vom 1. Januar1830 in Amsterdam fällig werden, mit 1 K zur Tilgung. Eben so wurdendie rückständigen Zinsen bis zum 31. Dec. 1820 gegen ewige Renten umge-tauscht, den holl. fl. zu 7 Realen äk Vellon gerechnet; doch sollten die Zin-sen davon nicht vor dem 1. Januar 1831 bezahlt werden. Uebrigens betrugdie Hopesche Anleihe, mit Inbegriff des Theils der in Cortesanleihe verwan-