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sammle europäische Verkehr mit Ostindien erst seine eigentliche Haltung be-kam, und welche die darauf verwendeten Kosten reichlich vergütete. Nach hart-näckiger Gegenwehr der Portugiesen wurde IKL8 die Eroberung von Ceylonbewirkt, und eine Niederlassung auf der holl. Insel Formosa von 30,000 Chi-nesen, die sich nach der tartarischen Revolution der neuen Herrschaft nicht un-terwerfen wollten, ersetzte einigermaßen den Mangel des activen Handels mitChina, und obgleich diese Insel, welche als Zwischenstation der Reisen nachJapan von großer Wichtigkeit war, 1SSI an den chinesischen ParteigängerKaxincha verloren ging, dessen Familie sie spater an den Kaiser von Chinaüberließ, so wirkte dieser Verlust doch nicht nachtheilig auf die Unternehmun-gen der Compagnie, sondern steigerte diese vielmehr. Im Jahrs 1860 wurdeCelebes, 1SSL die wichtigsten portugiesischen Niederlassungen an der Küste Ma-labar erobert, und 1L6S Macafsar eingenommen und dadurch der Hauptzwecksiebenzigjahriger Anstrengung, der Alleinhandel mit Gewürzen, erreicht. DerCivil- und Militairaufwand der Compagnie, mit Ausschluß der Kriegskosten,betrug um diese Jett 3^ Millionen Gulden. Als löKS, unter großem Wi-derstreben feindlich gesinnter Parteien, die Erneuerung des Freibriefes gegenErlegung einer bedeutend großen Summe erfolgte, ergab sich aus den vorge-legten Berichten der Compagnie ein Handlungsgebiet, welches die Einbil-dungskraft kaum aufzufassen vermag. Vom Vorgebirge der ->uten Hoffnungaufwärts an den Küsten von Arabien und Persien Factoreien, von Surate diemalabarischen Küstenländer herab alle bedeutende Niederlassungen der Portu-giesen in Besitz, Ceylon mit seinem gimmet und Elfenbein, die Perlenfischernund der Baumwollenwaarenhandel der Käste Coromandel, Bengalen undOriffa mit Seiden- und Baumwollenstoffen, Reis, Zucker, Salpeter u. s. w.in den Händen der Compagnie, die Geschäfte mit Pegu, Siam und Tunqumnur durch vorübergehende Zufälle unterbrochen, eine reiche Silber- undKupferausfuhr aus Japan, der unermeßliche Gewürzhandel mit Amboina, denBandainseln, den Molnkken u. s. w.; und doch sind alles dieses nur einzelnePartien des großen kräftigen Gemäldes der damaligen Macht der Compagnie,welche zu der Zeit den höchsten Punkt erreicht hatte und deren Actien überso Procent Zinsen trugen. Der Freibrief der Compagnie wurde von der Zeitan nur gegen jedesmalige bedeutende Geldopfer erneuert, von 1701 bis 1740,dann bis 1775, und 177S auf weitere so Jahre für sofortige Erlegung von2 Millionen Gulden und jährliche Zahlung von Sbv,000 Gulden. Habsuchtund Grausamkeit, welche noch mehr zunahmen, als der kräftige Geist der re-publikanischen Unternehmer und ihre Mäßigkeit sich mehr und mehr verloren;ein schnödes Rankespiel mit den verbündeten Völkern und Fürsten, aus bloßerGewinnsucht; besonders aber die Unfähigkeit, den sittlichen Charakter der in-dischen Völker zu begreifen und sich in rechtlicher und religiöser Hinsicht mitihnen zu verständigen; endlich aber auch die Kraft, mit welcher sich die eng-lisch-ostindische Compagnie seit dem Anfange des 18. Jahrhunderts erhob, derUmschwung in den europäischen Bedürfnissen und der Vorzug, den andereReizmittel vor den ostindischen Gewürzen erhielten, führten nach und nach denVerfall der ostindischen Compagnie herbei, der fast rascher fortschritt, als ihrAnsehen gestiegen war. Schon 1781 war sie durch den Krieg mit England stherabgekommen, und ihr unverhaltnißmäßig politischer Aufwand hatte so vielhinweggenommen, daß ihr die Generalstaaten bei allen Lasten, die sie zu tra-