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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Ins veltein. ööwelches ſcheinet voll Rauchs/ ohne Gefahr; Dann wann es gegen die irrdi-ſche Dinge faͤllt/ ſo zerſpaltet/ niederſchlaͤget und verderbet es Thuͤrne undgroſſe Baͤume im Wald/ und wases ſonſten trifft/ und verzehret ſie offt mitFeuer gantz und gar.

4. Siehet man in klarem Wetter viel Wetter⸗Leuchten gegen Suͤden/entweder des Tags oder des Nachts/ ſo will es regnen den andern Tag/ ſo dieJahrs⸗Zeit darmit uͤbereinſtimmtt.

. Viel Wetter⸗Leuchten des Morgens/ Abends und des Nachts/ mitvielen finſtern Wolcken in der Lufft/ verheiſſet gewiß Regen.

XII. Vom Thau.

1. Thau/ der da vollkommlich viel/ entweder des Morgens oder Abendshh Jes ſeye zu was Zeit des Jahrs es ſeyn will/ iſt der klaren Lufft Vor-lauffer.

2. Faͤllt kein Thau des Nachts auf die Oerter und Staͤtte/ auf welcheer pfleget zu kommen/ und kein Wind ihn verzehret/(ſonderlich irgend bey desVollmonds Zeiten /) ſo folget bald Regen oder Wind.

3. Uberfluͤſſig Thau/ im Aprill uny Maͤy⸗Monat/ 3wann die Erden ihrErſt⸗Gewaͤchs herfuͤr bringet/ iſt ſchaͤdlich der Saat und den Baͤumen in demWald, und darzu auch dem Vieh/ die dann auf dem Felde von dem Graßgeſpeiſet und gefuͤttert werden.

XIII. Vom Reiff.

1. WannderReiſſ nicht wieder auf in die Lufft faͤhret/ ſondern ſchnee-hafftig und nichteiſicht niederfaͤllet auf das Graß/ oder Laub/ oder was er ſon-ſten trifft/ ſo bedeutet er klare Lufft..

2. So der Reiff auf in die Lufft faͤhret/ und ſich nicht wieder auf die Erdegiebt/ ſo kommt er gern wiederum/ durch Regen oder andere Feuchtigkeit.

3. Faͤhret der Reiff auf in die Lufft des Winters/ ſo will er gerne nieder-fallen in Schnee verwandelt. 8

4. Reiff/ der da/ in Mittags⸗Windes Conſtitution und Ordnung/ faͤl-let auf Kraͤuter oder Graß im Felde/ Buſch und Baͤume im Walde/ oderandere ſolche Dinge/ haben eine harte eiſige Natur und Eigenſchafft/ iſt offtdes T ha ues Vorlauffer geweſen.

XIV. Vom Froſt.

1. Beginnet es des Winters zu frieren/ nachdeme daß der Oſten⸗oderNorden⸗Wind iſt lang geſtanden: Oder/ ſo da folget kleiner Schnee undHagel/ nach demſelben Winde/ ſo will 8 Froſt lang beſtaͤndig 5* 8

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