Trost an Johannes Müllers Grabe.
Für
seinen Freund Carl Victor von Bonstetten.
i.
iAchwand er dir in ungemefsne Fernen,Den dein ganzes volles Herz, geliebt?
Sucht dein Blick ihn unter jenen Sternen,Den die Erde dir nicht wieder giebt —Sinkt dann trüb auf die Verwaiste nieder,Wo sein Herz nicht mehr für deines schlägt.Und mit bangestrebendem GefiederSehnsucht nur den matten Fittig regt?
r. >
Was das Daseyn seelenvoll beweget -In des Lebens schönster Blüthenzeit,
Was- der Größe Keim im Busen pfleget,
Hatte Müller seinem Freund geweiht;
Aus des Wissens tiefversenkten SchachtenTrug er dir die Silberblüthen zu,
Und der großen Seele höchstes Trachten')
War dein Beifall, und sein Stolz warst du.
*} „Wer nicht die Welt in seinen Freunden steht,„Verdient nicht, daß die Welt von ihm erfahre "
(Aus Goethe's Tasse,)