112 Briefe an Bonstetten.
diese hervorbringen mag, wird für die Zukunftentscheiden, ehe sich entwickelt, welchen Gang diegroßen Geschäfte im nächsten Jahr nehmen dürf-ten, mag ich an Krisen gar nicht gedenken.. Gehtes, wie ich wünsche, so ist allerdings mein Zweck,so oder anders mich in die Haine der Musen,meine natürliche Wohnung, zurückzustehlen. Gehtes übel, so ist die erste Frage, ob ich es überlebenwerde, welches weder mein Wunsch, noch meineAbsicht ist, worüber aber nichts mich trösten könnte,als die Aussicht jener Freistätte. Du hattest imletzten Briefe einen Gedanken wegen Mallets Pen-sion; diesen, Lieber, gib auf, obschon ich deineringeniösen Freundschaft dafür danke. Ich mochtenie so etwas unverdient genießen; und auf daßder Ausländer auch nur ein kleines Jahrgeld, im-mer doch ein Theil des Eigenthums der Nationmit Ehren und gewissenhaft genießen könne, sindVerdienste nöthig, welche um Dänemark zu er-werben ich den Anlaß nie hatte. Die Skizze derGeschichte dieses Reichs könnte ich unmöglich ent-werfen, ohne das Resultat sowohl der herausgege-benen Quellen, als der Suhmischen u. a. Unter-suchungen iune zu haben. Bisher fehlte mirhiezu die Zeit. In Mainz ließen mir die Ge-schäfte sehr wenig Muße. Hier fing ich an, dieQuellen für Oesterreich und Ungarn zu studiren;diese leiteten mich auf Vpzanz; dieses große Cor-pus in das Reich der Araber, wobei Specialschrift-steller über Persien, Palästina, Afrika und Ara-bisch-Spanien mitgenommen wurden.' So kamich zu meinem oft unterbrochenen Muratori zu-rück, und will diesen vorerst vollenden. Dann un-ternehme ich die dänischen Sachen gewiß. Ichweiß, daß, wer für Alle schreiben will, auch aufdie Unterstützungen so gut dieser als jener Re-gierung