"Briefe an Bonstetten.
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Welche Anarchie! dann erstürbe bald alles; dieNeutralität wäre ohnedem hin.
Bonstettens Entwicklung seiner Unsterblichkeits-ideen erwarte ich ungeduldigst; denn sie sindgroß, und wann war der Blick in bessere Weltenmehr Bedürfniß, wann war nöthiger, von derl Gegenwart den umfassenden Blick in Ewigkeiten zu" werfen! "
; Es ist noch ein sonderbares Ausammentreffen rmein leiblicher, wie Sie wissen, geliebter Bruder,und der Bruder meiner Seele, mein Bon, habenden gleichen Geburtstag, den Zten Sept.I
Von Dolomieu weiß ich zur Stunde nichts,kann aber vielleicht recht bald etwas für ihnthun, und es soll nicht versäumt werden.
Bon, du empfahlst mir einst den Lehman»,und ich schrieb ihm, ermunternd, wenigstens mitbestem Willen. Jetzt schreibt er ein Buchüber das andere, jubelnd über die Révolutionsrung der Schweiz, und hin und wieder gegen michI verleumderisch: ich sey parteiisch in meiner Ge-! schichte; und wider wen? Gegen Oesterreich (schreibtdieser Preuße). Soll ich das nicht verachten!Ich dachte, es ist zu toll. Und ich habe zu viel,zu studiren, zu denken, zu fühlen, um mit solchnärrischen Vorwürfen mich abzugeben.
| Du aber, geliebter Freund, sollst keinen Keich-! husten haben; lebet, und gesund; Friedchen unddu; man bedarf euer in dieser Welt. Habt den‘ Heldenmuth, ferner zu seyn! abzuwarten! ZumHarren stähle auch ich mich, und lasse mir nochnicht nachsagen, daß ich die Hoffnung verlorenhätte. Lebet wohl, Allergcliebteste, und gedenketmein, wie ich Euer!
Wien, :o Iunius isoo.