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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonsterten.

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yiQovrts *) stichelst. Ich bitte dich, mir das Durch-leben zu lasten; dieses Vergnügen mir abzuschlagenwäre fast grausam.

Daß ich dem Tronchin dein Sanen lesen werde,glaube ich nicht; kaum wird je ein Verfasser einBuch können drucken lassen, wenn er es zuvor sei-ner Censur unterwirft. Er hat nur Einen Gesichts-punkt und Eine Manier, und alle Bücher, die erliest, macht er. Wann es gedruckt ist, wird esihm gefallen. Auch ich hatte ihm einige Blätterdes Collegiums gelesen; wenn ich fortgefahren hatte,hätte dieses Collegium unmöglich gehalten werdenkönnen; gleichwie ich auch nichts mit seiner Geneh-migung hatte drucken lassen können. Zumal, daich über die wichtigsten Sachen ganz anders ge-sinnt bin: denn er haßt äußerst alles Militärischeund alle Helden; ich aber halte jenes für weit wich-tiger, als alle Wohlrcdenheit u. s. f.; er ist äußerstgegen die Engländer, und heftig für Frankreich, daser für weit starker als die deutschen Völker halt,welches daher kömmt, weil er diese und ihre Kriegs-zucht nicht kennt. Ich befinde mich wohl bei demGrundsatz, niemanden zu widersprechen, son-dern lieber zu schweigen; nie ist ein Genfer durcheine Vorstellung von seiner Meinung abgebrachtworden.

Ein gewisser Trembler, der in den 20g oft gartolles Zeug sagt, hatte einst so gesprochen, daß derganze große Rath in ein Gelächter ausbrach. Indiesem allgemeinen brouhaha rief der oberste Svn-dic, Fatio, zur Ordnung der Stille, mit folgendenWorten: Jst's denn auch recht, très - honorésSeigneurs , eines Mannes dermaßen zu spotten,'

*) Die Vorsteher-