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Briefe an Bonstetten.
komme. Nun, wenn ihr aber eure Gewähr nichtleisten wollt, könnet ihr übel nehmen, wenn mandiesen Freundschaftsdienst in dieser Noth von demdoch empfinge, der, ihr möget wollen oder nicht,ihn zu leisten beschlossen. Was wird aber letzterer,was,werden alle Eidgenossen von euch halten? Ichschwöre bei unseker Freundschaft (und nichts ist mirheiliger), daß auch die Entschlossensten von hier einegemeinschaftliche Gewährleistung und euren Beitrittallem andern (ich sage dieses aus Bewußtseyn, und'bin dessen sicher wie des Daseyns der Sonne)himmelweit vorziehen; wenn aber ihr durchaus nichtwollet, wenn ihr anstatt einer festen Dcrsassung ei-nen Focus von Demagogie an euren Gränze» habenwollet, wenn ihr euch um das Wohlwollen desKönigs nicht, allein aber um die hiesigen Reprä-sentanten bekümmert, alsdann sagt nicht, Genfwerfe sich Çr. in den Schoß, denn wer als ihrzwingt Gens hiezu? Was ich geschrieben, hat mirniemand besohlen und weiß niemand, es ist aberdie Gestalt der Sache. Seyn oder nicht seyn, hier-auf kömmt es an; ihr werdet wohl nicht erwarten,daß jemand wegen eurer unbegreiflichen Maßregelnsich entschließe not to do; daß aber jedermann,wenn ihr nur wollet, mit euch seyn möchte, istzuverlässig.
Dieses alles nicht, als wärest du nicht meinerMeinung, sondern weil ich dir den hiesigen Zustandlang nie beschrieben. Ich gestehe dir, daß ich freieStaaten jederzeit geliebt, bis ich hier Genf, dortdas heutige Bern, Venedig, das englische Parla-ment und überhaupt ihren gegenwärtigen Zustandkennen gelernt. Wahrlich beruhen sie auf den Sit-ten und wo, wie bei euern Altvordern, dieselbensind, äst in der Welt nichts herrlicher, als ei«eRepublik; wo sind sie nun aber? Seit Gewinn-