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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstetten.

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Es möchten zwei Freunde, die du kennst und-ehrst, von dir wissen (und versprechen kluge Ver-schwiegenheit), in welchem Zustand bei euch hiesige' Geschäfte? Vor wenigen Wochen schienet ihr euchzu der Partei zu neigen, die Fr. nicht nur ergrif-fen, sondern auch, wie ich zuverlässig (so zuverläs-i sig, als-wäre ich dort gewesen) weiß, durchaus be-

i Häupten will; hiezu schien euch eben dieses, und

was den hiesigen 200 widerfuhr, zu bewegen. Briefevon eurer Opposition wurden gemäßigter. Seitwenigen Tagen ist alles anders; welches der Listzuzuschreiben, mit welcher ertragen worden, keinGesetzbuch, sondern eine Sammlung von Gesetzenzu machen. Dieses, oder was sonst immer vorge-rragen werden möchte, anzunehmen, ist unmöglich,so lange die Grundsätze der Volksleiter nicht aus-drücklich verdammt und das Gegentheil gewährtwird; weil sie klärlich nur diesem Augenblick und' Minister zu entgehen trachten, um sodann mit fri-scher Macht bei gelegener Zeit wieder anzufangen;und was könnte dann die Regierung! Mit EinemWort, es scheint ungereimt, wissentlich in EinerStadt 1000 Bürgern Grundsätze zu gestatten, welchedie Verfassung der Stadt umkehren. Daß also durch-aus dem Uebel für immer abgeholfen werden muß;l es ist aber dieses nickt allein möglich, sondern leicht/! Nun sage mir, ich bitte dich, nicht, was verbrannteGehirne, sondern die Angesehensten und Aeltestendießmal denken, und ob diese Briefe Geschöpfe je-ner erster», oder der Sinn des Senats sind. Dann,mein Freund, Fr. einmal ist entschlossen; ihr auchhabt Gewähr geleistet, und wolltet hiedurch damalshindern/ daß Fr. nickt einzig hier Gewalt über-