Briese an Bonstetren.
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Postmeister oder Stadthaupt der 20,000; und werkaum die Hälfte hat, wird Herr, und verschmähtArbeit, denn in Fürstcnthümern ist Rang alles.Also würden die Unterthanen des Hauses Fürsten-Lcrg. und vieler geistlichen und weltlichen Herren, in endlichen Verfall gerathen, wo nicht die reichenSchweizer (in welchem Ruhm wir überall stehen)mit ihren Schätzen (deren Große Schwaben allent-halben zu sehr bewundert) ihr Korn bezahlten,und mit ihrem Handel diesen Benachbarten Ge-winn vom Transit verschafften. Sonst und gleich-wohl nimmt alles ab; so Engen, eine kleineStadt aus einem Hügel bäurisch gebaut. DieGrasen von Lupfen, auch das Haus Pappenheimhat sie beherrscht; in alten Fehden haben dieHohent-wicler und Altbreisacher sie verbrannt; unter Karl Vmußte Pappenheim über die Freiheiten der Stadteinen Vertrag machen, hielt ihn aber nicht, undverlor alles, denn Eugen klagte beim Reichshos-rathe; auch sagt man, der letzte Graf sey in einerKutsche mit verbundenen Augen fortgebracht wor-den, bei den 5 Buchen (dem höchsten Ort zwischenda und Tuttlingen) habe man ihm den letzten Blicknach seiner Herrschaft gestattet; er sey fern vonda gestorben, aber die Herrschaft mit seiner Toch-ter, als ein östreichisches Lehn und Reichsafter-ichn (arricr-stcf) an das alte und reiche HausFürstenberg gefallen. Fürstenberg hat ein gutesund beträchtliches Land, und nach Abzug der nö-thigen Ausgaben, etwa 500,000 f!..; die Finanzenwaren in der gewöhnlichen Unordnung, bis ein ge-wisser Furtcnbach (der gleichen Dienst vielfältigerwiesen) alles neu eingerichtet, und nun sollendie Schulden inner 12 Jahren bezahlt werden; 50bis 80 Lonisd'or scheinen die Besoldung eines Hof-beamten auszumachen, aber viele Hofräthe wurde»