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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstrtten.

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Augsburg, den n Sept. i:so.

Quotl felli saustumque sit, Morgens um 8Uhr den 15 Sept. 1780. Abreise aus der StadtSchaffhausen, die Wangen benetzt mit meinerMutter Thränen, ihre mit meinen; 4 nichtsbedeu-tende Weiber waren von der Gesellschaft, und eindeutscher Mann, in dessen Augen mehr war, als inden sonst todten deutschen Physiognomien, und baldvernahm ich auch, er sey ein Berliner. Won Schaff-hausen an laufen zwei fruchtbare Höhen, zwischenwelchen vorzeiten Morast und nun Wiesen, fastparallel fort; über jene steigen unversehens die-jenigen Fclsenspitzen hervor, die die Festung Hohent-wiel, das alte Schloß Hohenstofeln und andere be-deckt haben; die Höhen sind oben flach; die Korn-kammer für Schaffhausen und Zürich fangt andiesen Orten an; der Wein verliert sich um Engen,und wird erst um Stetten u. a. würtembergischenOertern (dahin er sich vvm Rhein her dem Neckarnachgezogen hatte) wieder gefunden. Im Uebrigenscheint obige Festung beides ein Magazin der be-nachbarten Kornfelder, und ein Fluchtort für das-jenige Heer, das in der weiten Ebene um sie herüberwunden seyn möchte. Die meisten schwäbi-schen Dörfer und fleiuen Städte sind in Werglei-chnng mit unsern so beschaffen, daß leicht einzu-sehen ist, wie sehr der Schein trügen kann, den»da alle Häuser von Stein und weiß übertünchtsind, ist ihr Ansehen weit besser als vieler Em-menthaler Dörfer: auch tragen sie wegen der Dauersteinerner Gebäude den Anschein desjenigen Wohl-standes, worin Schwaben vormals war; inwendigherrsch») Armuth: Fleiß und Handel sinke» undfallen, die reichsten haben Zoder4vss fl., etwa ein