Brief« an Bvnstetten.
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die halbe Welt, und erdrückte der Schlaf meinwachsames Gemüth.
Der 14 Sept. aber brach an, und ich seufztezu Cpnthia im Namen Endymions; majestätisch tratsie hinter einem Wolkenvorhang hervor; erfreutsprang ich vom Wagen, ungeduldig Deutschlandblind zu durchreisen, begierig zu sehen, was s-ero-dianus und Ammianus nicht deutlicher erzählen,als die Gestalt des Landes uns noch jetzt erklärt;mein Freund, es ist eine ueue und schöne Manier,die Historie durch den Anblick der Gegenden in Rei-sen aufzuheitern. Hier nimm zuvor in kurzen Wor-ten , daß Schwaben vor Alters Wald gewesen, hier-auf durch Markomannen (d. i. Gränznachbaren) be-wohnt , und aus Furcht vor Rom verlassen, vonAllcmannen (Volk auf der Allmand) aus Gallienund andern Ländern eingenommen, von Rom oftbestritten, wohl auch steuerbar gemacht, immer aberwieder verloren worden, bis nach Roms Fall dieAllemanner Heerden alles frei durchwandert; end-lich bezwäng (496) der Franke das Land, und ge-horchte Allemannicn erstlich einem Herzog (748),hierauf, als dieser furchtbar ward, königl. Kam-merräthen, und nach denen und auch der KönigeVerfall einem neuen Herzog, verschiedentlich ausmancherlei Geblüt ernannt, bis die Hvhenstaufenentstanden, bis Barbarossa, bis der große Fried-rich alles gewaltig regiert; mit Conradin erloschensie und entstanden die mannichfaltigen Staaten, dienun sind; Rudolph von Habsburg machte seineSöhne zu Herzogen, aber sein Enkel ermordete Al-brechten den I, da dann die Würde erloschen, undnach und nach die Obermacht an einige der Gro-ßen und an Republiken, die Aufsicht des Uebrigenunter eine Reichslandsvvgtei (welche nachmals Oester-reich verkauft hat) gelangte; unter Maximilian I