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Btief« an Bonstettrn-
wurde die Reichsverfassung eingeführt, und Schwa-ben ward im Kleinen verwaltet wie Denrschland imGroßen.
Von einer Höhe, 2 Stunden von Möskirch,schien das ganze Land ein Neöelmeer, doch daß dieSpitzen hoher Wälder und hie und da Thürme sicherhoben. Ich stieg hinab, und fand jenes alte nunurbar gemachte Moos, und erblickte auf dem Hügeljene Kirche, die mich nicht in Zweifel ließen, wo-her Möskirch den Namen trage; überall au denHöhen Höfe oder Dörfer, das Erdreich schwarz,Vieh geht häufig, man sieht wohl noch jene Sumpf-gründe in den Waldungen, worin so oft Römerunversehens versunken, und ohne That verstorbensind; nun führen ziemlich gute Straßen durch dasganze Land. Möskirch trägt alle Merkmale eineroftmaligen Residenz abgetheilter Fürstenberg'scherPrinzen; nun wohnt die Stiefmutter des Fürstenin einem guteir Schloß bei einem Garten, ter fürSchwaben schön ist; am Schloß steht die großeschöne Kirche, wie liier überall die Residenzen uudBethäuser der ursprünglichen Landsherrcn zu oberstan den Höhen stehen, und die Häuser des Volkssich nach und nach herunter in den Moor gezogenzu haben scheinen; man kann nicht leicht ein Hauselend nennen, oder eine Stadt unartig, alles aberist arm, und/-sagt man, träg: wie es auch andersnicht seyn kann, wenn, was wir erarbeiten, nichtunser ist. Die Namen aller Oerter habe ich erfragt,wenige aber verstanden, und verwundere mich, wiedie Alten in derselben Rechtschreibung noch so ge-nau haben sepn können. Sofort den Hügeln nachbis in das Dorf Memmingen: dann durch die weiteEbene, bis wo zu Geggingen Fürstenberg endlichaufhört. Ich war mit einem österreichischen Sol-daten, welcher wohl zufrieden war, da er nun ge-