Briefe an Bonstetten.
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senschaften den Medicis gleich gekommen; seineNachkommen wurden reiche Grafen, allein sie ver-loren den haushälterischen Geist; nun glänzt Fug-gers Bibliothek bei der kaiserlichen zu Wien; zuAugsburg steht noch der Pallast, welcher seinemganzen Hause gemein geblieben, altschön geziertund mit Kupfer bedeckt ist. Hingegen sein Zeit-gcnoffe, der gelehrte Marx Weiser, starb fast arm,denn er hatte sich mit Oestreich in Handelsgeschäfteeingelassen, ohne Macht, dieselben seinem Gutbe-finden gemäß zu führen; noch ist hier ein Weiser,aber unverheirathet, die übrigen sind Patricier zuAugsburg und Ulm. Die von Stetten sind vonuraltem Patricicradel; der Senator Paulus hatmich nicht weniger durch seine väterliche Weisheit,als durch sein ehrwürdiges Alter gewonnen; erhat in 2 Quartanten die Geschichte der Stadt bis1648, sein Sohn hat die Kunstgeschichte derselben,viele Merkwürdigkeiten, und zwölf Lebensbeschrei-bungen mit großem Fleiß geschrieben. Die Han-delshäuser von Halber, Scbühle u. a. sind hierneu; zwar jene sind edel seit Friedrich III j abererst als im schwedischen Kriege dem BürgermeisterHalber v. Kempten wegen seines Patriotismusdas Haus angezündet wurde, und er aus demFenster sprang, sind sie nach Lindau, von da mohiehcr gekommen; Schühlc ist aus einem badischenDorf, er hat eine große Baumwollenfabrik nachitalienischer Bauart hart an der Stadt aufgeführt;die von Schornbein, Brirerscn wurden im vori-gen Jahrhundert durch Handel reich, hierdurchgeadelt und in diesem Jahrhundert Patricier. —Es hatte aber der vorige Handel, die Spedition,folgende drei eigenthümliche Zweige: daß die Augs-burgcr mit besonderer Kunst für alle deutschen undandere Hofe alles Silbergeschirr verfertigten, ehe