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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstetten.

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tholiken äußerst übel aufgenommen. So langeletztere Predigten hören über „D- Luthers Schlaf-rock," stelle dir ihren Geschmack vor. Von denKenntnissen der andern weiß ich nichts Auszeich-nendes. Von Brucker'n weißt du, daß er durchseine, ich weiß nicht in wie fern, philosophische Hi-storie der Philosophie sich vor allen AugsburgerGelehrten seiner Zeit ausgezeichnet hat; befragtvon Lord Baltimore, wie viele Bände sie habe,sagte er: 6 in Quart. Der andere: Ei! warumbrachten Sie es nicht in einen? — Drucker: weilich nicht so reich war wie Sie, Mylord. Hiebeierinnere ich mich des Briefs des Pros. Beireis von- Helmstädt an diesen Lord; letzterer hatte eine Wun-deruhr bei ihm.gesehen; der Pros. hatte bezeugt,sie ftp ihm um so,voo Pf. Sterling nicht feil;diese bor ihm Baltimore aus London an, „damitersehe, daß er der reichste Lord wäre." Der Pro-fessor: ich bin reicher als Sie, denn Ihres Geldesbedarf ich nicht und behalte meine Uhr. Baltimoreist endlich zu Napvli darum gestorben, weil er we-gen eines Mädchens, das ihm weiland alles abge-schlagen, in der ungesundesten Jahrszeit auf dasunvorsichtigste von Venedig nach Napoli gereisct. —Allein zurück; indem ich mit dir zu sprechen glaube,vergesse ich allen Anschein der Ordnung, ur.o schreibewie allein für mich. Die verschiedenen Classenin der Stadt, von der ich schreibe, sind nicht wenigabgesondert; im Uebrigen kennst du die Gesellschaftsolcher Städte. So also war und ist Augsburg,war aber nie in so großer Gefahr, wie nun; zwardie erste war beträchtlich, als im sechszehnten Jahr-hundert ganz Bayern vereinigt wurde, und Bayernkann den Fabriken die Canäle, der Stadt aber alleBrunnen stopfen ; wie aber nun, da hier Bayern ist,und dort im Burgau Oesterreich voll Herrfchbegierde lI. V. Müllers sämmt!. Werke, XXXVI. 19