Gesetze und Interessen der Menschen.
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geübt wurden. Deutschland, fruchtbar an starkenSoldaten, Pferden, und zur Subordination bild-sam, sandte seine „Landsknechte." Die Spanier strit-ten wie die Eidgenossen, und vor ihnen zitterteEuropa.
96.
Siehe in Blackwall*) das lange Verzeichnis derKleinasiaten, welche unter der römischen Herrschaftdurch Wissenschaften groß waren. Das sey derEhrgeiz eines Landes, das Nichterobert, eines freienLandes, das erobert worden, der Trost der Eid-genossenschaft, der Trost der Europäer, wenn sie sichder Unterwerfung nähern.
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Ueber den Geist der Gesetzgebungen.
Ich halte dafür, die Gesetze müssen das Gutenicht befehlen, aber vor dem Bösen verwahren.Jenes würde weniger geschehen, sobald es Pflichtwürde; dieß zu verhüten, hat sich die menschlicheGattung in Gesellschaften vereiniget.
Locke bemerkt, daß die Furcht am stärksten wirke,daß man bei einer Gesetzgebung alle Menschen sichals böse vorstellen müsse. ' Die Systeme der zärt-lichen Philosophen unserer Zeit sind also auf dieNatur der Menschen und Staaten am wenigstengegründet.
98.
Billig sorgen die Nordländer seit 1300 Jahrenfür die Verwaltung ihrer Staaten, indeß siederselben Regeln,, die Gesetze, theils aus ihrenalten, hieher nicht gehörigen Verfassungen beibe-halten, theils aus den Codicibus überwundener
An Intjuiry into the lise and tvritings of Homer.London, 1736.