100
B;obachtu»gen über Geschichte/
deß sie, in Staaten, wo das Volk handelt, undseinen Willen nicht einem Einigen unterwirft,ohne solche Vorsicht viele Jahre gähren würden,ehe sie fortwachsen könnten.
167 .
Reformatoren einer Republik regieren sie glück-licher mitten unter den Rathen, als an derselbenSpitze im Angesichte des Neides; die Superioritätdes Verdienstes wird vergeben, wenn man sie ver-birgt.
168 .
Wer nicht für sein Anseh» oder für das gemeineWesen allein fühlt, wird es nicht reformiren.
169 .
Durch seine Einsichten und Thätigkeit herrschteAratus im Rath der Sicyvnier beständig, wegender Gesetze aber war er nicht immer Standeshaupt;denn patriotische Männer geben derselben Verle-tzung zu ihrer Begünstigung nicht zu.
170 .
Es soll der Reformator des gemeinen Wesens(räth Macchiavelli) sich erstlich zu dessen Herrn ma-chen, dann aber die Macht, Böses zu thun, sei-nen Nachfolgern benehmen. Zuerst muß alles er-obert werden; alsdann die Gesetze gegeben. Wennes nicht Romulus selbst thut, so wird ein Numafolgen.' Nun liegt noch daran, die Kaisergewaltüber Europa zu gründen.
171 .
Gegen einen König, der die Gesetze übertritt,ist kein Mittel, als das, so die Römer gegen Tar-quin, die Britten gegen Jacob II gebraucht haben.Von einem unumschränkten Herrn, dessen WilleGesetz ist, rede ich nicht, aber von einem Königder Dritten oder Polen. Die klügste Anstalt beider Revolution ist die Reformation der Verfassung,