Gesetze und Interessen der Menschen.
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Volk in ehrfurchtsvoller Bewunderung. GustavWas« beförderte die Pracht des Hofes, als dieStütze seiner Gewalt *). Seine Einschränkung istallein in der Noth und unter großen Schuldeneine Tugend.
iso.
Wenn ein König nicht wie Friedrich alles selbstthun kann oder will, so ist es seine Politik, Mi-nister in Negociationen und im Krieg mit großerGewalt zu bevollmächtigen; sie werden, durch diesesZutrauen und die Gefahr der Verantwortung zuguter Führung der Geschäfte ermuntert werden,hei dieser Gelegenheit Ruhm verdienen können;der König wird sogar im Fall üblen Ausgangesohne moralische Schuld nicht nöthig haben sie zustrafen (die Römer kreuzigten nicht wie die Car-thager ihre überwundenen Feldherren); besondersaber wird der König durch dieses Mittel Männerohne Verdienst von seinem Ministerium wegschre-eken, daher er diese Regel wenigstens dem Scheinenach beobachten soll.
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Der König wird den Hofneid unterhalten, da-mit jeder Minister im Fall der Untreue Ungnadezu fürchten habe, und verrathen zu werden besor-gen müsse. Tiberius versäumte, dem Sejanus einGegengewicht zu geben.
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Religion.
Das Heer des Pompejus hörte alle Kriegsräthekalt, gerieth aber in Bewegung, als Cato in sei-ner Rede die vaterländischen Götter als Verfech-