Gesetze und Interessen der Menschen.
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Fabriken gehören in die Städte, denn auf demLand entziehen sie die vielen Hände, die sie brau-chen, dem Feldbau. Daher die Uhrmacher in größ-ter Zahl zu Genf, in einer Stadt ohne Land, oderauf den. Bergen von Neufchatel, die man nicht an-baut, wohnen.
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Sprache.
Aur Zeit der Cimbern hofften diese Nordmänncrbald in Rom ihre Sprache einzuführen. Die Nö-then redeten aus Respect für das zerstörte Kaiser-thum in den öffentlichen Schriften Latein. DieHierarchen wollten nicht deutsch disputiren. Mitdem römischen Recht wurde neben dem Deutschendas Latein eingeführt, zur Zeit Wilhelms I dasNormännische in England. Das Äirchenlatein wardas Siegel der Hierarchie; die Landessprache imGottesdienst ein Bekenntniß zu Luther. Also istdie Landessprache ein Zeichen der Freiheit.
Schon unter Ludwig Pins Söhnen war denDeutschen das Latein eigen, als die beugsamenfreiern Franzosen bereits Romanisch nrkundcten.
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Sitten.
Wenn, dem schönen Geschlecht zu gefallen,Männer weibliche Schwachheiten annehmen, erhebtes sich nicht zu den starken Hcldenseelen der Röme-rinnen. An solchen war auch Griechenland frucht-bar, dessen freie Nation, beschäftiget mit den gro-ßen Interessen des Vaterlandes und des Geistes,ihm nicht sklavisch schmeichelte.