Johannes von Müller Briese.
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halben Million unwürdiger Hclvctier; ich kennedie Fesseln, welche die verwünschte Orthodorie dcsssiebzehnten Jahrhunderts ihren Geistern angelegthat; ich möchte die Wolke zerstreuen, ich möchtedie Fesseln zerreißen, und lieber noch für das Bestemeiner Nation mich aufopfern, als ihre Geschichteschreiben! 2) Schriften, die zur Theologie und Kir-chengeschichte gehören. Mein Freund! (denn seitSie die Litcraturbrieft und Abbts Corresponde»;herausgegeben haben, sind alle redlichen Deutschen,alle Patrioten Ihre Freunde) ich bin ein Feind al-ler Sklaverei im Denken ; lieber gar nicht gedacht,lieber ein Orangutang seyn, als nachbeten, wasVater und Großvater geträumt haben! Mit EinemWort, ich bin so orthodor, wie Ihre Berliner Ge-lehrten, wie Büsching, Spalding, Semler undToussaint, wie Abbt der Edle, unsterblichen An-gedenkens ; (nämlich es versteht sich, daß der ganzeVerlag von seiner portugiesischen Geschichte undWelthistorie verloren geht oder aufbrennt: dasder Apollo wolle!) Ich halte den für den beste«Christen, der der redlichste Mann, der beste Freund,der Edelste und Größte ist; um seine Dogmatik be-kümmere ich mich wenig. Hier haben Sie meinGlaubcnsbekenntuiß. Wenn Sie darüber in ortho-dvre Verzückungen fallen, so lesen Sie MelchiorGöze: der ist eine wahre Panacee. Wenn Sie aberselbst so urtheilen, dann, m. H., lassen Sie unsgute Freunde seyn und die ganze polemisch-theolo-gische Welt im Winkel auslachen. 5) Historieüberhaupt. Diese war immer mein Lieblingsstu-dinm; aber ich habe sie nicht à In Lünig und Gru-pcn studirt. Ich wende sie gern aufs Leben an,d. i., ich halte nicht, wie einige neuere buntsche-ckige Charakter- (Carricatnren-) Maler dem sel.Cäsar oder Alerander eine schöne und erbauliche