170 Johannes von Müller Briefe.
berichtet, ich wäre in der lateinischen HelmsiädterZeitung unsanft mitgenommen worden.
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An Herrn Professor Schlözer in Göttingen.
Schaffhausen, 25 März 1 775.
Gegenwärtiges, erster und bester meiner aus-wärtigen Freunde! bringt Ihnen der edle Jüng-ling Junker von Reinhard aus Zürich ^/wel-chen schon mein letzter Brief Ihrer besondernFreundschaft bereits empfahl — der Freundschaft,welche meinen Aufenthalt an der Leine zum glück-lichsten und für mich lehrreichsten Zeitpunkt mei-nes Lebens gemacht, welcher Sie aufblühende hel-vetische Genies mit helvetischem Patriotismus undeiner Sorgfalt, welche ihre Geistesfrüchte zur voll-kommenen Reife und gehörigen männlichen Stärkeund Festigkeit aufzieht, zu allen Zeiten gewürdigethaben. Statt Versicherungen Ihres möglichen er-warte ich, erwartet unser Füßlin, erwarten alleredlichen Helvetrcr, welche das Vergnügen haben,Herrn von Reinhard persönlich oder durch anderezu kennen, aus Ihrem Unterricht einen edlen wei-sen Eidgenossen zurück, zu jeder guten großenThat für das gemeine Vaterland mit althelveti-scher Treue von Ihnen gebildet. Die Beweise derFreundschaft, welche Sie ihm geben werden, wirdFüßlin und werde ich für Documente Ihrer fort-dauernden Freundschaft gegen uns ansehen, undsolche bei jeder Gelegenheit gegen Sie oder IhreFreunde zu vergelten suchen. Mit ewiger Erge- 'benheit Ihr rc.
*) I 807 und 1815 Landamniann der Schweiz.