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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Johannes von Müller Briefe.

Glück. Ich würde sie ohne anders benützt haben,wenn ich sie vor zwei Monaten vernommen hätte;die Hauptstadt Ihres großen Königs und der deur-sseben Literatur hatte schon lange viel Anziehendesfür mich, und wenn man durch keine Mittel, alsVerdienste, durch nichts, als Weisheit und Lugendsein Glück bauen und sich hervorthun will, so befin-det man sich in den Staaten eines Königes, wel-cher durch seinen Geist so berühmt ist, als durch sei-nen Muth, ohne Zweifel am besten; besser alsselbst in gewissen freien Staaten, welchen es beiihrem guten Willen oft an Kräften fehlt, Verdiensteauszuzeichnen und zu ermuntern. Mein Wort istgegeben; ganz freudig würde ich's sagen, wenndieß gegebene Wort mich nicht des Glücks, einBürger Friedrichs zu seyn, wenigstens jetzt beraubte;gegeben ist es — einem meiner Freunde zu Gencve.In dieser philosophischen Stadt will ich in seinemHause, wo ich gegen einige leichte Verbindlichkeitenein glückliches und glänzendes Privatleben führenwerde, meine Wissenschaften noch fester gründen,noch mehr erweitern, und mehr, als ich bis da-hin zu thun Gelegenheit hatte, verfeinern undverschönern. Wenn er nicht mein Freund, Genfweniger aufgeklärt, weniger frei, nicht so ange-nehm wäre — weil das Wort gegeben ist, was wür-de ich thun müssen. Ob ich die Wissenschaftenliebe, m. Fr., das wissen Sie. Daß ich edle, un-eigennützige Gesinnungen wenigstens eben so sehrliebe, davon soll die ganze Folge unserer Verbin-dung, davon soll alles, was Sie von den Hand-lungen meines Lebens vernehmen werden, Sieüberzeugen. Nun halte ich Herrn Tronchin meinWort.

Vielleicht gäbe er es zurück; allein ein eben somächtiger Grund hält mich noch ab. Es ist eine